Das ultimative Comeback?!

Mehrere Internetseiten berichten heute, dass der Ultimate Warrior nach zehn Jahren Abstinenz in den Ring zurückkehren wird. Gestern wurde bei einer Show der NWE in Spanien das Comeback des Warriors für den 25. Juni angekündigt. Er wird in Spanien gegen Orlando Jordan antreten.

Wenn ich an die bisherigen beiden großen Comebacks des Warriors denke, wird mir aber beim Gedanken an ein Warrior-Comeback eher unwohl. 1996, nach fast vier Jahren außerhalb der WWF kam er zu Wrestlemania XII zurück, was aber komplett gegen die Wand gefahren wurde. Sein Comebacksquashmatch gegen Hunter Hearst-Helmsley war zwar in guter Warrior-Tradition, aber danach wurde der Warrior komplett falsch eingesetzt. Die Comedy-Segmente gegen Goldust konnten zwar den Ringrost des Warriors überspielen, paßten aber überhaupt nicht zum Charakter des Kriegers. Die darauffolgende Fehde gegen Jerry Lawler machten das ganze nicht wirklich besser. Naja, dann sollte er wohl ein Main-Event-Programm bekommen, aber war dann auch schon wieder weg.

Noch katastrophaler verlief sein WCW-Run 1998. Warum auch immer, die Offiziellen hielten es für eine grandiose Idee, ein Hogan-Warrior-Rematch zu veranstalten. Acht Jahre nach dem guten Match der beiden bei Wrestlemania VI wurde die alte Rivalität wiederbelebt, was in seltsamen Promos des Warriors gipfelte. Auf dem Höhepunkt der Montagskriege glaubte man ernsthaft, dass zwei alternde Ex-Titan-Figuren die Leute vor den Fernseher locken würden. Als dann noch als besonderes Wortspiel eine "One Warrior Nation" (OWN – nWo rückwärts gelesen) gegründet wurde (ein Stable bestehend aus dem Warrior und Ed Leslie), lachte sich wohl jeder außerhalb der WCW komplett kaputt über die Ideen der Booker. Zum Glück für alle verschwand der Warrior nach einem grauenvollen Match gegen Hogan wieder von der Bildfläche. Ich persönlich halte diese Fehde für einen der Gründe, warum die WCW 1998 auf den absteigenden Ast geriet.

Danach zeichnete der Warrior sich hauptsächlich durch seine Umbenennung in "Warrior" und seine erzkonservativen Ideen und ihre Verbreitung aus. Darüber hüllt man besser den Mantel des Schweigens.

Nun also will es der Warrior noch einmal wissen. Hoffentlich wird dieses Comeback etwas besser, auch wenn ich allen Wrestlingfans wünsche, dass der Run des Warriors sich auch kleinere Ligen beschränkt. Ich kann mir den Warrior weder bei WWE noch bei TNA vorstellen.

2 Gedanken zu „Das ultimative Comeback?!“

  1. http://www.warriorcentral.net/ hat einige Fan-Videos vom Auftritt des Warriors in Spanien veröffentlicht. Der Warrior im Anzug mit Hosenträger wirkt ein klein wenig lächerlich, eine Mischung zwischen IRS und dem Original-Warrior-Gimmick, zumindest optisch.

    Ich bin auch sehr gespannt, in welchem Outfit Mr. Ex-Hellwig seinen Kampf gegen Jordan bestreitet. Ich tippe ja auf einen Suit wie z.B. beim SummerSlam 1992, der eher dazu geeignet ist, unvorteilhafte Stellen zu kaschieren, die ein 49-jähriger auf jeden Fall haben dürfte.

  2. Ich denke ein Charakter wie der Ultimate Warrior würde in der heutigen Wrestlingwelt nicht mehr wirklich funktionieren, zumindest nicht als face. Er konnte nun fast gar nicht wrestlen, was darauf hinaus läuft, dass er meistens nur squashmatches hatte. Davon gibt es zwar gerade bei der WWE noch genug, doch (bis auf Khali) können die meisten mit einem guten Gegner immer noch ein gutes Match abliefern (wie etwa Umaga).
    Und da WWE schon ihren Khali haben und TNA noch mehr auf gutes Wrestling Wert legt, sehe ich ihn nicht wieder im großen Wrestlingteich mitschwimmen. Hoffentlich bleibt das Match also ein One-Time-Comeback

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