Verneigt euch vor dem König!

Gut, die Überschrift läßt nicht wirklich darauf schließen, vor wem man sich verbeugen soll. Jerry "The King" Lawler wäre zwar ein guter Kandidat, hat aber momentan nichts großartiges verbrochen. Und Triple H, der "King of Kings", braucht auch keine weitere Ehrerbietung. Durch seine regelmäßigen Titelgewinne (wie jüngst bei Backlash geschehen) sorgt er schon selbst für seinen Platz in den Geschichtsbüchern des Wrestlings.

Nein, die Rede ist vom neuen "King of the Ring": William Regal. Dessen Karriere nimmt gegen Ende noch einmal etwas Fahrt auf, nachdem der Wind schon längst aus den Segeln war. Besonders seine WWE-Laufbahn hat mich nie wirklich beeindruckt. Als Wrestler war er im McMahon-Imperium zwar statitisch ganz ordentlich erfolgreich (Hardcore-, European-, Intercontinental- und Tag-Team-Champion), aber blieb niemals so recht in Erinnerung. Der Weg in die höheren Regionen der Card blieb ihm weitesgehend versagt, obwohl er sowohl im Ring als auch außerhalb recht unterhaltsam ist.

Während er in seiner WCW-Karriere als "Blue Blood", Television-Champ und Goldberg-Vorführer bekannt wurde, bleiben für die WWE-Zeit wohl eher seine Commisioner- und nun seine GM-Zeit in Erinnerung. Vielleicht paßt sein Stil des Wrestlings nicht so sehr zum WWE-Produkt, so dass man mehr auf seine Unterhaltungskünste setzt.

Umso überraschter war ich, dass man William Regal zum "King of the Ring" machte, wo doch mit Chris Jericho und CM Punk zwei Wrestler dabei waren, deren Push mit diesem Ehrentitel konsequenter gewesen wäre.

Aber sei es drum: ich finde es schön, dass William Regal so noch mehr ins Rampenlicht gerückt wird. Er hat es im Angesicht einer langen Karriere im Mittelmaß verdient, im Fokus der Fans zu stehen. Allerdings befürchte ich, dass ihn dasselbe Schicksal wie Mabel, Owen Hart, Billy Gunn, Tito Santana oder Ken Shamrock ereilen wird. Deren Karrieren haben auch nur sehr kurzfristig vom Gewinn des King-of-the-Ring-Titels profitiert.

Ein Gedanke zu „Verneigt euch vor dem König!“

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