Weihnachten und Wrestling

Als ich diese Tage mal im Fernsehen die Vintage Collection sah, endete diese gerade mit dem Main Event der Survivor Series 1992. Damals kämpfte der frisch zum Champion gekürte Bret Hart gegen den damaligen IC-Champion und Midcarder Shawn Michaels. Damals war die Situation um die Top-Stars der Liga etwas zerfahren – man hatte nur Namen der 80er (Flair, Savage, Warrior) zu bieten, die auch kurz vor dem Absprung standen oder momentan nicht zur Verfügung (Hogan) standen.

Für den neuen Champion Bret Hart war das keine leichte Situation, war er doch selbst gerade aus der Midcard in den Main Event gerückt. Doch statt nun von einem etablierten Top-Heel beim PPV over gebracht zu werden, musste er bei der Survivor Series 1992 gegen einen Midcarder seine erste große Titelverteidigung machen. Shawn Michaels war gut zwei Wochen vor dem PPV auf Grund der Entlassung des British Bulldogs zum IC-Champion geworden, war also bei weitem noch nicht etabliert. Die Situation für Bret Hart besserte sich beim nächsten PPV nicht wirklich, sein Gegner wurde Razor Ramon (Scott Hall), der gerade mal ein paar Monate in der WWF war und nur kurz Main-Event-Luft schnuppern durfte. Parallel zu diesen Ereignissen baute Vince McMahon mit Yokozuna einen Monster-Heel auf, damit er seine Top-Faces stärken konnte. Das war schon eine spannende Zeit damals, als das Wrestling langsam in Richtung Neuzeit marschierte.

Aber was erzähle ich das alles?

Eigentlich wollte ich nur sagen, dass am Ende der erfolgreichen Titelverteidigung niemand anderes als der Weihnachtsmann mit Bret Hart feierte. Und wir wundern uns manchmal, warum die Leute Wrestling belächeln.

In diesem Sinne: frohe Weihnachten.

Kommentar verfassen