Wrestlingblog Subjektives und Spekulatives

18Feb/092

Degradierung für Christian

Letzte Woche hat WWE Inc. mich mal wieder überrascht.

Damit meine ich nicht die ereignisreiche Großveranstaltung "No Way Out" mit ihren interessanten Ideen wie den Titelwechseln und den daraus resultierenden Wrestlemania-25-Fehden.

Nein, ich meine das unspektakuläre Comeback des Christian bei ECW. So mir nichts, dir nichts wird dieses Pulver bei einer relativ unbedeutenden ECW-Show vor einem PPV verschossen. Statt nun als geheimer Verbündeter in die Edge-Jeff-Hardy-Storyline einzugreifen, wie es vorher kolpotiert wurde, durfte er nun in der C-Show der WWE gegen einen besseren Rookie wie Jack Swagger seine Rückkehr feiern. Das dürfte sich Christian anders vorgestellt haben.

Damals war er ja wegen seiner Perspektivlosigkeit in der Midcard gegangen, um bei TNA zumindest zeitweise im Main Event zu stehen. Dort konnte er gegen Sting, Jeff Jarrett oder Kurt Angle fehden und sich lange an der Spitze halten. Erst im letzten Jahr begann sein TNA-Stern zu sinken. Immerhin hielt er den TNA-Championtitel und wußte durchaus zu überzeugen, wenn es um sein Main-Event-Qualitäten geht.

Doch offenbar hat man sich bei WWE Inc. keine bedeutend andere Meinung zu Christian gebildet. Anders kann man sich kaum erklären, dass kein großer Aufwand um seine Rückkehr betrieben wurde und sie völlig unspektakulär über die Bühne ging. Selbst wenn Christian den ECW-Titel bekommen sollte: ECW ist bessere Undercard. So hart ist die Realität für Christian geworden. Ob er wußte, dass er wieder im Nirgendwo der Card landen würde, als er seinen neuen WWE-Vertrag unterschrieben hat?

Natürlich ist die Degradierung Christians auch ein Signal an alle wechselwilligen TNAler: "Ihr mögt dort ein TNA-Star sein, bei WWE seid ihr ein Nichts."

Schade, dass dieses Exempel an Christian statuiert wurde.