Was nach Wrestlemania bleibt

Gut sechs Wochen nach Wrestlemania stellt man fest, dass der vermeintlich wichtigste PPV des Jahres kaum Spuren hinterlassen hat. Nicht nur, dass sich allgemein die Begeisterung über die 25. Ausgabe in Grenzen hielt, nein, auch die Ergebnisse des PPV finden sich in den heutigen Shows kaum wieder.

Es fängt beim absoluten Highlight der Show an: weder Shawn Michaels noch der Undertaker haben einen Effekt aus ihrem hervorragenden Match genießen können. Beide Superstars sind schwer angeschlagen und daher in den regelmäßigen Shows nicht vertreten. Gut, beide brauchen nicht unbedingt einen Mega-Push, da sie auch ohne Momentum jederzeit oben in die Card einsteigen können. Aber dass die beiden gleich gar keine Rolle spielen, ist mehr als bedauerlich.

Der "Rücktritt" von JBL wurde auch kaum noch aufgegriffen, plötzlich war er weg und "the show must go on". Nichts hat man aus dieser Vorlage gemacht, nun geht es für Rey Mysterio in einem Programm mit Chris Jericho weiter, während das kurze Intermezzo mit JBL vorbei ist. Schade eigentlich.

Chris Jerichos Wrestlemania-Auftritt stand von vornherein unter keinen guten Stern. Nicht nur, dass im Vorfeld munter über die unmöglichsten Gegner spekuliert worden war, es erweist sich als recht unglücklich, einen Heel in einem Handicap-Match gegen drei "Legenden" antreten zu lassen. Das einzige Glück für alle Beteiligten war dann doch noch, dass Ricky Steamboats Leistung sehr ansprechend war und man so das Programm weiterführen konnte. Einen PPV später ist aber auch dieses Zwischenspiel vergessen und Jericho hat wieder ein "normales" Programm.

Triple Hs Sieg gegen Randy Orton scheint mir auch nur ein Zugeständnis an den Wrestler und den Wrestlemania-Main-Event, den besser ein Face als Sieger verlassen sollte, zu sein. Denn einen PPV später war auch dieses Ergebnis korrigiert und Triple H ist aktuell nicht mehr in den Shows zu sehen. Inzwischen fehdet Randy Orton mit Batista, von der McMahon-Fehde ist wie schon bei Wrestlemania nichts mehr zu sehen.

So bleibt festzuhalten, dass sechs Wochen nach Wrestlemania dieser PPV keine Spuren im aktuellen Geschäft hinterlassen hat. Klar, Wrestling ist nicht mehr in den 80er, als man Fehden länger auskosten konnte. Doch das alles so schnell gehen muss und von Wrestlemania im Tagesgeschäft nichts mehr zu spüren ist, finde ich zu schnell. Ihr auch?

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