Hard(y) times

Eigentlich dachte ich in den vergangenen Jahren, dass Jeff der unsolidere der beiden Hardy-Brüder sei. Doch die letzten Wochen haben die Einschätzung ins Wanken gebracht. Zwar ist Jeffs letzter Skandal auch noch nicht so lange her, überhaupt konnte der erfolgreichere Hardy in den letzten Jahren nur bedingt Ruhe ausstrahlen. Doch Matt hat inzwischen drei kurzzeitige Inhaftierungen durch Verstösse im Straßenverkehr hinter sich, zweimal steht das Fahren unter dem Einfluss von Medikamenten, Drogen oder Alkohol zur Debatte. Dazu kommen verstörende YouTube-Videos, die sich als Selbstmordankündigungen verstehen lassen.

Matts Karriere habe ich hier schon einmal nach seiner WWE-Entlassung und bei seinem TNA-Debüt beleuchtet. Es ist schade, dass aus einem soliden Midcarder, der immer im Schatten seines extrovertierten und problembehafteten Bruder stand, eine derart traurige Figur wurde. Über Jahre schien Matt Hardy von außen betrachtet sowas wie ein vorbildlicher Mitarbeiter zu sein, doch die letzten Jahren haben diesen Eindruck nach und nach verwässert, bis in den letzten Wochen dieses Bild in sich zusammenbrach.

Dass TNA nach der ersten Verhaftung Matt Hardy gefeuert hat, spricht natürlich auch Bände. Nicht nur, dass Matts TNA-Karriere ebenso erfolglos war wie seine WWE-Arbeit: die sofortige Entlassung des mehrfachen WWE-Tag-Team-Champions zeugt doch davon, dass Matt schon vorher auf tönernen Füßen bei TNA stand.

Matt hat nun (erst einmal) das gemacht, was ihm als einzige Option blieb, nachdem er bei den beiden einzigen großen US-Wrestlingkonzernen wohl keine Zukunft mehr hat: er hat seine Karriere beendet. Hoffen wir, dass er durch diesen drastischen Schritt sein Leben wieder in den Griff bekommt.

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