Wrestlingblog Subjektives und Spekulatives

25Mrz/122

Wrestlemania-Tipps

Meine jährlichen Tipps zur bevorstehenden Wrestlemania 28.

Kelly Kelly & Maria vs. Beth Phoenix & Eve

*schulterzuck*

Siegerinnen: Beth Phoenix & Eve

Randy Orton vs. Kane

Eine klassische Midcard-Fehde der beiden Männer findet ihren Höhepunkt bei Wrestlemania. Ich würde keinen Klassiker erwarten, zumal die zugebilligte Matchzeit nicht allzu hoch sein wird. Für Randy Orton kann man hoffen, dass er nach dieser Fehde wieder einen Schritt in Richtung Titelrennen macht.

Sieger: Randy Orton

Cody Rhodes (c) vs. Big Show (Intercontinental Championship)

Ob man die Herleitung dieses Matches mag oder nicht, irgendwie muss man zum einen den IC-Titel auf der Card haben, zum anderen braucht man solche besseren Lückenfüller. Was den Ausgang angeht, fürchte ich, dass die Chancen 50:50 stehen, dass man die Gelegenheit nutzt, Cody Rhodes weiter over zu bringen. Die Gefahr ist durchaus vorhanden, dass man hier Big Show als Sieger aus der Halle gehen lässt, im schlimmsten Fall sogar in einem eher komikhaften Match (wenn man die Komik nicht nur in das 12-Mann-Match stecken will).

Sieger: Big Show

Daniel Bryan (c) vs. Sheamus (World Heavyweight Championship)

Eine interessante Paarung sind die beiden Männer allemal. Der Royal-Rumble-Sieger ist ein nicht nur äußerlich sehr auffälliger Typ, dem meiner Meinung nach die Zukunft gehören könnte. Und Daniel Bryan ist im Ring sicherlich einer der besten Wrestler, die WWE Inc. momentan unter Vertrag hat. Von daher wären die Voraussetzung gut für ein super Match. Ich habe nur Zweifel, dass im Angesicht des Rests der Card beiden ausreichend Zeit gegeben wird, ihre Talente umfassend zu präsentieren. Ich gehe von ca. zehn Minuten aus, die für ein gutes Match reichen werden, die aber den Eindruck des unvollendeten Ende haben werde. Vielleicht ist dieses Match ja auch die Gelegenheit für einen RunIn, um neue Fehden vorzubereiten.

Mein Tipp ist, dass Daniel Bryan seinen Titel verteidigt. Entweder durch einen Eingriff von außen, der z.B. Sheamus in eine andere Fehde überführt und damit z.B. Platz für Randy Orton als Herausforderer geschaffen wird. Oder durch irgendeinen unfairen Trick, der zur Fortsetzung der Fehde führt.

Sieger: Daniel Bryan

CM Punk (c) vs. Chris Jericho (WWE Championship)

Beide Wrestlern sind sicherlich in der Lage, den Showstealer des Abend zu liefern, einzig: sie werden ihre Fähigkeiten nur andeuten dürfen. Egal, welche Fehler man bei der Rückkehr von Chris Jericho gemacht hat, er und CM Punk sind talentiert genug, ein klasse Match abzuliefern. Das braucht man am Sonntag aber eigentlich nicht, die Card ist gut gefüllt. Im Grund führe man am besten, gäbe man beiden beim nächsten oder übernächsten PPV den Main Event mit der Option auf 30 oder 40 Minuten Matchzeit. Ein Klassiker wäre vorprogrammiert. Bei Wrestlemania 28 sind beide nur Beiwerk zu den großen Matches, deshalb erscheint es mir sinnvoll, auf eine Verlängerung der Fehde hinzuarbeiten. Und das geht vielleicht am besten, wenn man den Titel an Chris Jericho weitergibt.

Sieger: Chris Jericho

Team Teddy Long vs. Team John Laurinatis

Die jährliche Resterampe bei Wrestlemania - diesmal in Form eines 12-Mann-Tag-Team-Matches, früher gab es Money-in-the-bank-Matches. Viele der Wrestler, für die man sonst keine Verwendung hat, finden sich hier wieder, was ja erst einmal nichts schlimmes ist. Den Fan erwartet ein kurzweiliges Spotfestival, ich gehe mal davon aus, dass wir mindestens 9, wenn nicht gar alle 12 Finishing Moves sehen werden.

Was den Ausgang des Matches angeht, so glaube ich, dass ein allmächtiger Johnny Ace seine Vorteile hätte, da ein Heel-Manager es einfacher hat, als äußere Bedrohung für die Face-Wrestler diese over zu bringen. Ein Face-GM läßt im Gegenteil die Figuren, die er unterstützt, schwach aussehen, so dass aus Booking-Sicht ein Heel-GM Johnny Ace seine Vorzüge hätte.

Sieger: Team John Laurinatis

Undertaker vs. Triple H

Im Grunde könnte ich hier jedes Jahr dasselbe schreiben. Es ergibt wenig Sinn, den Streak des Undertakers von Halbtagskräften beenden zu lassen. Interessant dürfte das Match hinsichtlich der Rolle von Shawn Michaels sein, denn die Konstellation macht ja durchaus Hoffnung auf eine Comeback-Fehde gegen den Undertaker oder Triple H. Aber bis jetzt gibt es keine Gerüchte in diese Richtung, aber wer weiß: vielleicht gibt es beim SummerSlam das Match Triple H vs. Shawn Michaels. Das wäre passend, da sich dann das erste Shawn-Michaels-Comeback zum zehnten Mal jähren würde.

Aber das soll für dieses Match zweitrangig sein, ich gehe davon aus, dass wir hier eine halbe Stunde sehr gut unterhalten werden, das Ende aber sehr vorhersehbar ist.

Sieger: The Undertaker

John Cena vs. The Rock

Ein Jahr Vorbereitung hatte WWE Inc. für den Main Event von Wrestlemania 28. Eine ganz schön lange Zeit, um die Spannung aufrecht zu halten, zumal The Rock ja nur sporadisch zur Verfügung stand, sogar äußerst selten live bei PPVs oder TV-Shows auftrat. Ob das alles so glücklich war, weiß ich wirklich nicht.

Nun aber treten die beiden gegeneinander an. Wahrscheinlich dürfen wir keinen Leckerbissen erwarten, aber spannend wird es sicherlich gemacht. Vielleicht wird man auch ein wenig mehr Booking betreiben und durch Run-Ins beiden Wrestlern etwas Last von den Schultern nehmen.

Am Ende ergibt es eigentlich nur Sinn, wenn John Cena siegreich nach Hause fährt. Er ist der aktive Wrestler, von dessen Popularität WWE Inc. jeden Tag profitieren kann. Ihn durch eine Niederlage zu schwächen, ergibt keinen Sinn.

Sieger: John Cena

Feuer frei.

5Mrz/122

Wrestlemania-Gedanken

Nicht mehr lange, dann steht die diesjährige Wrestlemania ins Haus. Seit dem Vorjahr wissen wir schon, welcher Main Event uns erwartet - The Rock vs. John Cena.

Ich weiß nicht, ob das die weiseste aller Entscheidungen war. Nachdem nun klar war, dass der Undertaker und Triple H einen Rückkampf ihres Vorjahreskampfs bekommen werden, gibt es gleich zwei absolute Top-Kämpfe auf der Card. Dagegen werden ausgerechnet die Matches um die World Titles in den Hintergrund rücken. Daniel Bryan und CM Punk werden ihre Titel nur in der Midcard verteidigen dürfen, im schlimmsten Fall sogar in der Sandwichposition zwischen diesen beiden Monsterkämpfen.

Zwei Matches überstrahlen nun den Rest der Card - was prinzipiell ja nicht schlimm ist, doch sind die Beteiligten aber irgendwie die falschen Personen. The Rock, Triple H und der Undertaker sind bestenfalls noch Teilzeitwrestler und ebenso wie der Vierte im Bunde, John Cena, absolut over bei den Fans. Leider bleiben die vier Männer unter sich. Ein besseres Booking hätte mindestens einen aufstrebenden Superstar darunter gemischt, um etwas Glanz auf diesen abfärben zu lassen. So aber werden wir zwar eine tolle Wrestlemania erleben, die ihren Fokus auf Superstars legt, deren Karrierehöhepunkt schon vorbei ist. Letzteres gilt auch für John Cena.

Die amtierenden Champions finden sich dabei im Nirgendwo der Card wieder, was eigentlich schade ist. Man hat zwei relativ frische Gesichter als Champions, die es schwer haben werden, sich ins Rampenlicht zu arbeiten. Zu großartig dürfen Matches in der Midcard eigentlich nicht sein, damit das Publikum noch nicht ausgepowert ist, wenn die großen Stars kommen. Wahrscheinlich gibt es sogar eine Anweisung, dass niemand einen Showstealer produzieren darf, um bloß den Altstars nicht das Wasser abzugraben. Überhaupt darf man gespannt sein, wie viel Zeit dem Rest der Card eingeräumt wird. Ich schätze mal, dass die beiden Supermatches zusammen mindestens 90 Minuten Zeit in Anspruch nehmen werden (inkl. des Drumherum).

Und meine Lieblingsfrage ist: wird The Miz es schaffen, vom Main Event der Vorjahreswrestlemania in den Opener des diesjährigen PPVs "zu fallen"?

28Dez/110

Erfolg

Erfolg kann man messen. Genauer: man muss Erfolg messen können, sonst ist es kein Erfolg. Was erst einmal banal klingt, könnte für das amerikanische Wrestling zum Problem werden.

Seit Monaten, wenn man genauer hinschaut sogar seit Jahren, sinken die Ratings der wichtigsten Wrestlingorganisation der USA, Vince McMahons WWE. Inzwischen dümpelt man bei Ratings von 3.0 herum, teilweise hat man diese sogar schon unterschritten. Auf diesem Niveau war man zuletzt (wahrscheinlich, habe es nicht geprüft) Mitte der 90er Jahre. Die PPV-Verkäufe stagnieren nicht mehr, sie sinken real, zumindest, was die "normalen" PPVs angeht.

Dieses Ausbleiben von messbaren Erfolg ist umso ärgerlicher, als dass man WWE Inc. in den letzten Monaten nicht vorwerfen kann, immer wieder dieselben Gesichter auf der Mattscheibe ins rechte Licht zu rücken. CM Punk und Daniel Bryan sind aktuelle Champions, mit Dolph Ziggler, Zack Ryder und einigen anderen hat man die Zukunft des Wrestlings nicht nur im Roster, sondern auch schon in den höheren Regionen der Card. Und trotz frischer Gesichter und der großen Mühe, diese over zu bringen, bleibt der messbare Erfolg aus. Oder gerade deswegen?

Natürlich gibt es genügend Stimmen, die dem momentanen Aushängeschild und Champion CM Punk die Schuld für die Quotenmisere zuschreiben. Und es ist schwierig, dagegen zu argumentieren. Denn trotz durchaus innovativ zu nennenden Ideen zur Förderung von CM Punk bleiben die Erfolge in Form von Ratings und PPV-Käufen aus. Oberflächlich konnte CM Punk die in ihn gesetzten Hoffnungen und Erwartung nicht befriedigen. Aber schauen wir mal genauer hin..

CM Punks Charakter ist ein Gegenkonzept zur bisherigen Strategie. Richtete man über Jahre WWE Inc. mit John Cena als Reinkarnation von Hulk Hogan aus, wirkt CM Punk wie ein Relikt aus der Attitude-Ära. Eine kind- und familiengerechte Ausrichtung im Sinne der 80er - darin muss eine Figur wie CM Punk wie ein Fremdkörper wirken. Irgendwo habe ich in den vergangenen Tagen gelesen, dass bei CM Punk besonders Frauen und Kinder wegschalten. Ein Wunder, verkörpert er doch einen typischen Attitude-Charakter, der vor allem junge Männer ansprechen soll. Dies aber ausschließlich CM Punk anzulasten, ist zu einfach. Denn er hat sich nicht selbst die Chance und den Gürtel gegeben, sondern wurde an diese Stelle gepusht - gegen jede vorherige Ausrichtung.

Wenn man also momentan keinen Erfolg messen kann, liegt es nicht unbedingt an der Qualität des Produkts. Vielmehr ist es eine nicht geradlinige Strategie, die den Erfolg verhindert.

26Aug/110

Die Frage nach dem Sinn

Kevin Nash ist zurück bei WWE Inc. Nach seinem Royal-Rumble-Auftritt als Diesel durfte Kevin Nash nun gleich hoch in der Card einsteigen, als er beim SummerSlam CM Punk nach dessen Sieg gegen John Cena angriff und ihn so den Titel gegen Alberto del Rios Cash-In kostete.

Ich verstehe noch nicht so recht, welchen Sinn es haben soll, Kevin Nash in eine Fehde gegen CM Punk zu packen. Diese Auseinandersetzung kostet CM Punk sein wichtiges Momentum, während Nash wertvolle TV- und PPV-Zeit verbraucht. Irgendwo habe ich gelesen, Nash solle CM Punk "over" bringen. Das halte ich für ein schwieriges Unterfangen, denn Kevin Nash ist einer der überbewertesten Wrestler der Geschichte. Seine Fähigkeiten im Ring sind - inzwischen auch auf Grund seines Alters - stark limitiert, sein Willen, andere Wrestler "over" zu bringen, ist absolut undokumentiert, da er es nie gemacht hat. Warum sollte er ausgerechnet in 2011 willens und in der Lage sein, einen Top-Wrestler wie CM Punk beim Publikum "over" zu bringen? Und ob CM Punk das nötig hat, sei mal dahin gestellt.

Zu allem Überfluss sorgte Kevin Nash für viele fragende Gesichter im Publikum. Ein merklicher Anteil des heutigen WWE-Universums kennt Kevin Nash schlicht nicht. Woher auch?

Sein letzter WWE-Run liegt acht Jahre zurück, sein kurzer Auftritt als Diesel beim Rumble war schnell vergessen und unbedeutend. Ohne jede Frage hat Kevin Nash seinen Platz in der Geschichte des Wrestlings, aber dem heutigen Publikum ist er kaum bekannt, vielleicht auch deshalb, weil WWE Inc. die gute, alte WCW-Vergangenheit weitesgehend ausblendet oder nur in der Vintage Collection verwendet. Da Nashs 2002/03er Run eher unbedeutend war, was Verletzungen und äußeren, nicht von Nash verursachten Umständen (z.B. Scott Halls Entlassung, Hogans viel zu schneller Turn) zuzuschreiben ist, kann man kaum auf diese Zeit referenzieren. So bleibt fast nur Nashs Zeit als Diesel aus der Zeit 93-96, was ja nun einmal ein Ewigkeit her ist und von vielen (zu Recht) vergessen oder verdrängt wurde.

Kevin Nash ist also zurück, aber was er in der WWE des Jahres 2011 bewirken soll, weiß ich nicht.

30Jul/110

Ein jähes Ende

WWE Inc. hat mit der Storyline um CM Punk einige neue Wege bestritten. Relativ innovativ wurde im Vorfeld mitgeteilt, dass der PPV "Money in the bank" Punks letzter Arbeitstag bei der McMahon-Firma sei. Diese Voraussetzung nutzte man, um mit einem Worked Shoot Aufmerksamkeit zu generieren. Keine schlechte Idee..

Beim PPV schockte man den geneigten Zuschauer, als CM Punk den Titel von John Cena gewann und die Halle durchs Publikum verlassen konnte. Das hätte eine sensationelle Geschichte sein können - der aktuelle WWE-Champion ist "Free Agent". Gut, jedem halbwegs bewanderten Fan war nach dem PPV klar, dass CM Punk weiter bei WWE Inc. beschäftigt sein würde, aber die innovative Idee begeisterte.

Man setzte die Idee fort, indem man CM Punk bei einem Indy-Event auftreten ließ. Und auch bei der Comic Con spielte CM Punk seine Rolle gut und unterbrach eine Frage-und-Antwort-Stunde mit Triple H, um die Geschichte fortzusetzen.

Bis dahin kann man die Geschichte als spannend und interessant bezeichnen, ja, das Wort "innovativ" darf man auch gerne in den Mund nehmen.

Doch dann gab es eine Wende - 8 Tage nach dem PPV "Money in the bank" wurde CM Punk schon wieder als "eingestellt" bei RAW vorgestellt. Triple H - als neuer Boss - hatte laut Storyline CM Punk wieder eingestellt. Also dauerte die Storyline des "arbeitslosen Champion" gerade mal eine gute Woche. Ein etwas jähes Ende für eine außergewöhnliche Storyline, die nun wieder in normale Fahrwasser geraten ist. Der neue Champion John Cena gegen den zurückgekehrten, unbesiegten Champion CM Punk - Razor Ramon gegen Shawn Michaels grüßt aus 1994.

Was war geschehen?

Die Ratings der RAW-Sendung nach "Money in the bank" waren katastrophal, was vielleicht damit zusammenhing, dass man CM Punk nicht weiter erwähnte und vielmehr eine McMahon-Familiendarstellung in den Mittelpunkt rückte. Die PPV-Zahlen waren wohl auch nicht überdurchschnittlich, auch wenn die Kritiken hervorragend waren. Kurzum: so toll die Geschichte um CM Punk hätte sein können, in Zahlen brachte sie keinen Erfolg.

Dafür aber produziert sie Aufwand. Um sie warm zu halten, muss CM Punk in den Medien präsent sein. Bei der Comic Con war es einfach und billig, Material zu generieren, aber was hätte danach kommen sollen? Auftritte in Talkshows und ähnliches sind nicht leicht zu bekommen, da andere Medien sich wahrscheinlich kaum unentgeltlich in eine WWE-Storyline einbinden lassen werden. Das wäre aber zwingend notwendig gewesen, wenn man den Eindruck aufrecht halten wollte, CM Punk als WWE-Outlaw darzustellen.

Und dann bliebe noch ganz profan festzuhalten, dass WWE Inc. als Aktienunternehmen aufpassen muss, nicht den Eindruck bei den Anlegern zu erwecken, dass CM Punk als Champion NICHT unter WWE-Vertrag steht. Es könnte unter Umständen justiziabel sein, wenn WWE Inc. diesen Fakt gegenüber dem Aktienmarkt nicht klarstellt. Spätestens dann aber würde die Storyline aus der Kontrolle der WWE geraten, da nun die Medien darüber berichten würden und der Publicity-Stunt um CM Punk schief gehen würde.

Es ist daher zwar schade, dass die originelle Storyline um CM Punk so früh wieder fallengelassen wurde, aber dieser Schritt ist durchaus verständlich.

9Jul/112

Chance vertan!

Vor gut zwei Wochen hat CM Punk bei RAW eine viel beachtete Promo abgehalten, die den Anschein eines echten Shoots bewirken sollte. So griff er Triple H und Vince McMahon verbal an, nannte andere Promotions und wurde am Ende "abgewürgt" und "suspendiert".

Grundsätzlich sind Shoot-Promos ja eine feine Sache und CM Punk hat seine Sache wirklich gut gemacht. Viele der Dinge, die er gesagt hat, sprechen Wrestlingsfans aus dem Herzen und doch..

Und doch war mir viel zu schnell klar, dass die ganze Geschichte "geworkt" ist.  CM Punk hat immer wieder Referenzen auf das anstehende Championshipmatch gegen John Cena beim nächsten PPV gemacht, dessen "Push" das Ziel dieser Promo offensichtlich war.  Diese Referenzen und die spätere Beleidigung der Zuschauer, um in seiner Heel-Rolle zu bleiben, hätten in einer Shoot-Promo nichts zu suchen gehabt. Wenn er wirklich frei heraus gesprochen hätte, hätte er wohl kaum bis zum PPV bei WWE Inc. bleiben können. Das hätte einem intelligenten Menschen wie CM Punk klar sein müssen, so dass er bei einem echten Shoot wohl kaum ankündigen müsste, den Titel gewinnen zu wollen. Entweder er haut in die Sahne und ist sofort weg vom Fenster, dann braucht er die Unternehmsziele (PPV bewerben) nicht verfolgen. Oder aber er shootet nicht.

Trotzdem hätte dieser "Worked Shoot" funktionieren können, wenn man nicht im Anschluss gleich die nächste Folge aufgenommen hätte, in der die weitere Entwicklung offengelegt wird. Da wird RAW einmal nicht live gesendet und man legt eine derart kontroverse Storyline so blöd, dass man nicht den wöchentlichen Cliffhanger produziert, sondern der geneigte Fan im Internet sofort nachlesen kann, wie die an sich spannende Geschichte weitergeht. Es hätte so einfach sein können, Interesse zu generieren, indem man einfach eine Woche lang die Gerüchteküche brodeln lässt und in der Storyline verbleibt (CM Punk nicht einsetzen, PPV-Match aussetzen). Aber diese Chance hat man dank eines tollen Timings verpaßt.

Schade eigentlich, dass kurz vor seinem vermeintlichen WWE-Abgang noch einmal das ganze Dilemma um CM Punks WWE-Karriere zu Tage tritt. Man setzte ihn kaum vernünftig ein. Und wenn man es doch wollte, hat man es verbockt. Aber das hat CM Punk in seiner vielbeachteten Promo ja gesagt.

27Jan/113

Royal Rumble 2011 – meine Tipps

Der Royal Rumble 2011 hat eine relativ kleine Card, daher kann man die Einzelmatches schnell tippen.

The Miz vs. Randy Orton

Ich bin mir unschlüssig, was WWE Inc. noch mit The Miz vorhat, aber wenn ich in Richtung Wrestlemania schaue, dürfte Randy Orton der bessere Draw als Champion sein. Deshalb befürchte ich, dass der Push von The Miz vorerst zum Erliegen kommt.

Sieger: Randy Orton

Edge vs. Dolph Ziggler

Edge soll ja momentan nicht allzu zufrieden sein, allerdings weiß ich nicht, auch hinsichtlich der bevorstehenden Wrestlemania, ob Dolph Ziggler als Champion nicht etwas zu früh käme. Auch wenn einige Ziggler mit Curt Hennig vergleichen, habe ich noch gewisse Zweifel, ob ein Push schon angebracht ist. Daher glaube ich, dass Edge den Titel behält.

Sieger: Edge

Natalya vs. Lay-Cool

Natalya ist eine richtig gute Wrestlerin, deshalb würde ich es ihr durchaus gönnen, durch einen Sieg in einem Handicap-Match weiter gepusht zu werden. Doch Tippen ist kein Wunschkonzert, daher werden die beiden Damen als Siegerinnen den Rumble verlassen.

Siegerinnen: Lay-Cool

Royal Rumble

Den Rumble-Sieger zu tippen, ist gar nicht so einfach. Wen möchte man im Wrestlemania-Main-Event sehen? Und welchem Wrestler würde es helfen, aus 40 Teilnehmern als Sieger hervorzugehen?

Es gibt einige Szenarien, die ich für gut hielt. So könnte CM Punk mit Hilfe seiner Nexus-Absplitterung gewinnen, sogar ein Ablauf wie einst bei Steve Austins erstem Rumble-Sieg wäre möglich, wobei diesmal John Cena den betrogenen Superhelden spielen könnte. Dass "Superman" auch eine Möglichkeit wäre, ist klar.

In den letzten Jahren wurde ein Sieg eines Überraschungsrückkehrer leider schon etwas überstrapaziert, daher denke ich, dass Triple H oder sogar der Undertaker (wenn man ihn spät einsteigen läßt und stark schont) eher unwahrscheinliche Optionen sind.

Natürlich könnte WWE Inc. einen unverbrauchten Superstar zum Sieger küren, so dass Alberto del Rio oder Wade Barrett durchaus eine gute Wahl wären. Aber wie bei meinen anderen Tipps muss man immer bedenken, dass der Rumble-Sieger eine prominente Rolle bei Wrestlemania spielen soll. Und da könnte es schwierig werden, denn noch sehe ich keine große Wrestlemania-Card. Und dabei einen Newcomer zu pushen, könnte gefährlich sein. Daher glaube ich nicht so sehr an einen "Außenseitersieg".

Um mich mal zu entscheiden: ich bleibe bei meiner ersten Idee.

Sieger: CM Punk

8Nov/100

Verändert

*grummel*

Freitag sehe ich ja die WWE-Stars live und in Farbe. Doch dummerweise hat WWE Inc. die Ankündigung für Köln verändert. Undertaker und CM Punk sind nun leider nicht mehr dabei, wobei ich mich auf ersterem besonders gefreut habe. Auch Big Show ist in Köln nicht dabei. Paul Wight ist eigentlich immer sehr unterhaltsam, da er gut mit dem Publikum arbeiten kann.

So bleibt relativ wenig echte Starpower, aber das soll der Vorfreude keinen Abbruch tun. Noch bleibt mir ja Bret Hart.

Immerhin habe ich jemanden gefunden, der die zweite Karte in Anspruch nimmt.

24Sep/106

Live und in Farbe

Man gönnt sich ja sonst nix..

Gut, das mag so nicht stimmen, aber einen kleinen Luxus habe ich mir geleistet. Und zwar habe ich mir Karten für die WWE-Tour im November bestellt.

Allerdings habe ich mir in einem Anfall von Wahnsinn nicht einfach irgendwelche Sitzplatzkarten gekauft, sondern gleich das "Premium Package" mit Buffet, Parkplatz und "Open Bar". Also werde ich am 12. November in Köln nicht nur Wrestling live sehen, sondern dies auch noch in besonderer Atmosphäre.

Zudem darf ich nicht nur die SmackDown!-Stars wie Undertaker, Kane oder CM Punk live sehen, wie in Mannheim und Nürnberg sind The Nexus und Bret Hart angekündigt. Ich habe ja nun schon einige Helden von damals live gesehen, aber der Hitman fehlt mir noch in meiner "Sammlung". Aber es kommt noch besser: für den Köln-Termin ist zusätzlich John Cena angekündigt. Ich hoffe also auf einen spannenden Abend.

Jetzt bleibt nur die Frage, wen ich mitnehme. Ich habe zwei Karten, aber meine Frau scheint nicht gerade begeistert..

1Aug/100

Nachwuchsarbeit

Während ich ja gerne bei TNA kritisiere, dass man zu sehr auf etablierte Superstars anderer Promotions und vergangener Tage setzt, muss man auch mal WWE Inc. loben.

Wenn man sieht, dass man bei RAW gleich sieben Frischlinge als Nexus in einer Main-Event-Storyline unterbringt, gewann bei den letzten SmackDown-Aufzeichnungen Drew McIntyre den Intercontinental-Champion-Titel von Kofi Kingston. Beide, Kingston und McIntyre, sind noch nicht zu lange im Geschäft. The Miz scheint bei RAW einen Main-Event-Push zu bekommen, gewann er doch beim letzten PPV den Money-in-the-bank-Koffer für RAW. Erfahrungsgemäß bedeutet dies zumindest einen vorübergehenden Push. Der aktuelle WWE-Champion Sheamus feierte dieses Jahr sein Wrestlemania-Debüt, die Tag-Team-Champions David Hart Smith und Tyson Kidd sind auch noch nicht zu lange im Hauptroster. Ihre aktuellen Fehdengegner, The Usos, sind auch gerade frisch in den WWE-Sendungen.

Dazu kommen viele Wrestler, die in den letzten Jahren zum festen Bestandteil der Shows wurden. Man schaue auf Ted DiBiase, CM Punk, Ezekiel Jackson, John Morrison und viele mehr, die WWE Inc. selbst entwickelt hat. Natürlich kann nicht jeder den Weg zur absoluten Spitze gehen, aber für talentierte Wrestler scheint der Marktführer WWE das bessere Pflaster zu sei.