TNA: Neuausrichtung mit Samoa Joe?!
Am Sonntag stieg mit Samoa Joe ein neuer TNA-Champion aus dem Sechseck. "Endlich!" möchte man rufen, repräsentiert Samoa Joe doch eine neue Generation der Superstars.
Dies war ein wichtiger Schritt in eine neue Richtung. Nicht nur, dass TNA zumindest teilweise ein "realistischeres" Wrestling anbieten möchte, auch die handelnden Personen müssen die Eigenständigkeit von TNA unterstreichen.
Schaut man sich die drei anderen TNA-Titelträger nach der Abspaltung von der NWA an, so sieht man die stark rückwärts gewandte Personalpolitik von TNA in der Vergangenheit. Christian Cage, Sting und Kurt Angle sind unstrittig gute und beliebte Wrestler, aber als eigenständige Aushängeschilder von TNA nur bedingt geeignet. Cage und Angle sind alte WWE-Gesichter, deren Werdegang TNA nicht für sich beanspruchen kann, während Sting als alter NWA/WCW-Wrestler ebenfalls kein "selbstgemachter" Superstar ist. Samoa Joe hingegen ist erst durch TNA einer breiten Masse bekannt geworden, sein Push ist der alleinige Verdienst der Booker in Orlando. Eigene Talente an die Spitze zu befördern muss aber das Hauptziel der Promotion sein, möchte man langfristig nicht nur als Heimstätte abgehalfterter WWE-Stars oder als Wiedergeburt der WCW gelten.
Samoa Joes Titelgewinn ist ein Schritt in die richtige Richtung. Nun müssen weitere wichtige Eigengewächse nach vorn gebracht werden. AJ Styles wäre beispielsweise jemand, der in der Phase nach den wöchentlichen PPVs etwas ins Abseits geraten ist, aber im Zuge einer Neuausrichtung der Marke "TNA" bei besonderer Abgrenzung zur WWE wieder ins Rampenlicht rücken sollte.
Hoffentlich setzt TNA diesen Kurs weiter fort.