Wrestlingblog Subjektives und Spekulatives

10Apr/100

Rücktritt

Ein lustiger Nachtrag gibt es zur katastrophalen Niederlage von TNA am Montag nach Wrestlemania. Wie viele andere schob TNA-Präsidentin Dixie Carter via Twitter die Niederlage auf die Rücktrittsfeierlichkeiten von Shawn Michaels.

Thank goodness he can only retire once...hopefully. Shawn, congrats on an amazing career!

Dixie Carter sollte es mit den Rücktritten vom Rücktritt wissen, schließlich beschäftigt sie mit Ric Flair und Mick Foley zwei echte Rücktrittsexperten.

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2Apr/100

Auswertung Wrestlemania-Tipps

Wrestlemania 26 ist vorüber. Bevor ich die Tipps auswerte, möchte ich noch zwei, drei Gedanken zur Show loswerden.

- Jack Swagger als MitB-Sieger hat mich komplett überrascht. Eigentlich hatte ich Swagger nach seiner ECW-Zeit schon abgeschrieben, aber wer weiß.. Dass er den Koffer gleich bei SmackDown einlösen würde und dies auch noch erfolgreich, hätte ich ebenso wenig erwartet. Aber ich mag es, wenn die WWE-Writer mich überraschen.

- Eine kleine Rache von Vince McMahon? Ich werde den Eindruck nicht los, als hätte Vince McMahon Bret Hart bei Wrestlemania noch einmal geschickt einen eingeschenkt. Äußerlich mag das ganze zwar anders ausgesehen haben, aber man hat in meinen Augen Bret Hart des ganz großen Moments beraubt. Ähnlich wie bei Chris Jericho im vergangenen Jahr hat man in diesem Match ein Szenario aufgebaut, wo der Heel plötzlich trotz aller Boshaftigkeit sympathisch wird, weil er in einer Unterzahlsituation ist. Und bei der Konstellation Hart/McMahon kommt hinzu, dass McMahon als Nicht-Wrestler ebenfalls einen kleinen Publikumsvorteil hat. Und plötzlich wird er nicht nur von einem rachsüchtigen Ex-Wrestler verkloppt, sondern auch von dessen halber Familie, die auch noch voll im Saft der Jugend stehen. Kein Wunder, dass das Publikum kaum Reaktionen auf das Match zeigte. Meine Idee wäre es gewesen, wenn die Hart Foundation ihren Onkel angegriffen hätte, der dann nach einigen Minuten der Unterlegenheit das Match gewonnen hätte, um dann bei RAW seine Familie zu konfrontieren. So hätte man gleich ein Programm gehabt, um Hart noch weiter an WWE Inc. zu binden.

- Richtig positiv überrascht war ich von der Tatsache, dass WWE Inc. zum ersten Mal seit Bam Bam Bigelows Job für Lawrence Taylor bei Wrestlemania 11 ein Match zum Main Event auserwählte, das nicht um einen Titel ausgefochten wurde. Hätte man sich doch schon in den Vorjahren dazu durchringen können.

Kommen wir nun zur Auswertung der Tipps, wobei ich meine Tipps gegen die des Lesers Magnus stelle.

Match Marcus Magnus
Triple Threat Ted DiBiase Randy Orton
Tag-Team-Titel John Morrision & R-Truth ShowMiz
Money in the bank Drew McIntyre Christian
Hart vs. McMahon Bret Hart Bret Hart
Sheamus vs. Triple H Sheamus Triple H
Undertaker vs. Michaels Undertaker Undertaker
CM Punk vs. Rey Mysterio CM Punk CM Punk
Edge vs. Jericho Edge Edge
Cena vs. Batista John Cena Batista

Ein klarer 5:3-Sieg für Magnus. Gratulation,

23Mrz/100

Wrestlemania-26-Tipps

Meine Gedanken im Vorfeld zu Wrestlemania 26 und meine Prognosen für die Matches.

Randy Orton vs. Cody Rhodes vs. TedDiBiase

Es war ja absehbar, dass die Legacy irgendwann zerbrechen würde. Und auf welcher Bühne kann der finale Split am besten vollzogen werden als bei Wrestlemania. Egal wie das Match endet, endlich kann man die drei Figuren voneinander lösen und auf neue Wege schicken. Ich könnte mir vorstellen, dass Ted DiBiase auf Grund der Hall-of-Fame-Einführung seines Vaters, aber auch auf Grund seines Talents am meisten von einem Sieg profitieren könnte.

Mein Tipp: Ted DiBiase

Big Show & The Miz vs. John Morrison & R-Truth

Es geht in diesem Duell um die Tag-Team-Gürtel. Ich könnte mir vorstellen, dass die Booker mutig sind und Daniel Bryan einen Spot in diesem Match geben, in dem er seinem NXT-Mentor The Miz ablenkt / angreift, um so das Match zu entscheiden. Der Vorteil wäre, dass man eine Fehde weiter vorantreibt und mit Big Show einen potentiellen Main Eventer freibekommt.

Mein Tipp: John Morrision & R-Truth

Money in the Bank Ladder Match

Dieses Jahr hat WWE Inc. gleich für zehn Wrestler keine Verwendung und steckt sie ins Leitermatch. Interessant dürfte das Match im Hinblick auf die Tatsache werden, dass im Juli ein PPV ganz diesem Konzept gewidmet ist. Also darf man davon ausgehen, dass der Wrestlemania-MitB-Sieger seinen Titelkampf früh einlöst, gerüchteweise sogar am selben Abend. Andererseits muss man ganz langsam mal einen MitB-Sieger zur Niederlage führen, damit der Koffergewinn nicht berechenbare Folgen hat. Diese Überlegungen könnten auf Drew McIntryre als Sieger deuten, der am selben Abend gegen einen erschöpften John Cena auf Geheiß von Vince McMahon seinen Koffer einlöst. Und weil John Cena ja Superman und Godzilla in einer Person ist, überwindet er auch diesen hinterhältigen Plan. Damit wären alle Probleme der Writer gelöst.

Mein Tipp: Drew McIntyre

Bret Hart vs. Vince McMahon

Ich hoffe, diese beiden Herren werden ein schön durchgeskriptetes Match bekommen wie Hogan und der Warrior anno 1990. Dann dürfen wir uns auf interessante 10-12 Minuten freuen, an deren Ende eigentlich kein anderer Sieger als Bret Hart stehen darf. Auch wenn Hart offenbar über Wrestlemania hinaus an WWE Inc. gebunden ist, so sollte man diese Fehde, die in meinen Augen auch auf Grund der nur sporadischen Anwesenheit des Hitmans bei RAW nicht so richtig gezündet hat, beenden.

Mein Tipp: Bret Hart

Triple H vs. Sheamus

Wrestlerisch mag dieses Match nicht zu spannend sein, interessant ist es allemal, da es vielleicht ein wenig die Frage nach der Richtung der WWE beantwortet. Wird man weiter auf den Schwiegersohn des Chefs setzen oder wird man Sheamus und seiner Generation mehr Verantwortung und damit mehr Spotlight geben? Man liest ja, dass Shawn Michaels und Batista sehr konkret über ihren Rückzug nachdenken, der Undertaker ist auch nur noch Halbtagswrestler und selbst Triple H ist inzwischen in der Generation 40+. Da würde es durchaus Sinn machen, durch einen Sieg über Triple H Sheamus den Ball in die Hand zu drücken und ihn laufen zu lassen.

Mein Tipp: Sheamus

Undertaker vs. Shawn Michaels

Es macht absolut keinen Sinn, den Streak für Shawn Michaels zu opfern. Das habe ich letztes Jahr so gesehen und daran hat sich nichts geändert.

Mein Tipp: Undertaker

CM Punk vs. Rey Mysterio

Das Match könnte richtig gut werden, wobei ich es hier am schwersten finde, einen Sieger zu tippen. Ich wünschte mir CM Punk als Sieger, aber wir sind bei Wrestlemania, wo man die Fans lieber glücklich heimschickt. Trotzdem:

Mein Tipp: CM Punk

Batista vs. John Cena

Mein Zielszenario habe ich oben schon erwähnt. John Cena gewinnt nach einem harten Kampf, um dann noch gegen den MitB-Sieger den Titel zu verteidigen. Gefällt mir zwar auch nicht, paßt aber in die Superhero-Denke der WWE-Writer.

Mein Tipp: John Cena

Edge vs. Chris Jericho

Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Match der Main Event wird oder das Cena-Match. Wird es nicht der Main Event, würde ich Chris Jericho gewisse Chancen einräumen, Wrestlemania als Champion zu verlassen. Alelrdings sind diese Chance nicht zu groß, da Edge als Face bei Wrestlemania einfach favorisiert ist.

Mein Tipp: Edge

Und was ist DEIN Tipp?

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3Mrz/100

Monday, monday..

Am kommenden Montag wagt TNA den großen Schritt und wird wöchentlich gegen WWEs RAW senden. Ich muss zugeben, dass der Zeitpunkt (8. März) mich überrascht hat. Dass TNA diesen Schritt wagen würde, war mir ja klar, aber dass man dies so schnell durchzieht, scheint mir sehr risikofreudig.

So kurz vor Wrestlemania gegen WWE punkten zu wollen, wird nicht einfach. Fast schon traditionell hat WWE vor dem wichtigsten PPV des Jahres seine Hochphase, in der sich die Show auf den Aufbau des PPVs konzentriert. Die Quoten, aber auch die Qualität der Shows sprechen eine klare Sprache: in diesen Wochen ist WWE am stärksten. Und gegen dieses starke Produkt will TNA head-to-head gehen?

Ich hätte erwartet, dass TNA ein oder zwei Monate nach Wrestlemania das Duell sucht, wenn der Wrestlemania-Schwung abgeklungen ist und WWE wieder im lahmen Trott der letzten Jahre ist. Eine Schwächephase des "Gegners" hätte vielleicht einen einfacheren Einstieg in den permanenten Montagskrieg zur Folge.

Aber gut..

Schwer genug wird es TNA haben. Schon am 8. März will man mit einem Megaknaller wie einem Tag-Team-Match mit Hulk Hogan und Ric Flair die Zuschauer für sich gewinnen. Dass dieses Match eigentlich in einen PPV gehört, wenn man daraus Gewinne ziehen will, ist eigentlich klar. Schon zu WCW-Zeiten machte das Team um Bischoff ähnliche große Zugeständnisse für gute Quoten am Montag. Damals gab man z.B. das Match zwischen dem ungeschlagenen Goldberg und Hulk Hogan an einem beliebigen Montag (den man allerdings quotentechnisch gewinnen konnte) her, anstatt ein großes PPV-Match draus zu machen. Es scheint, TNA ist bereit, die Fehler der WCW für kurzfristige Erfolge zu wiederholen.

Am 4. Januar konnte man ja sehen, wie man bei TNA tickt. In einer großen Popcorn-Show wurden viele Debütanten und Rückkehrer gebracht, die teilweise danach nicht mehr zu sehen waren (Jeff Hardy, Sting). Sicherlich wird man am Montag wieder die ein oder andere Personalie zu bieten haben. Neben Jeff Hardy könnte ich mir Rob Van Dam als Überraschung für die Fans vorstellen. Am 4. Januar hat diese bunte Mischung eine gute Quote gebracht. Danach allerdings kamen Standard-Shows, die quotentechnisch langsam absanken und sich zwar in guten, aber nicht überragenden Regionen einpendelten.

Dummerweise wird es nicht möglich sein, jede Woche ein bunte Mischung mit frischer Starpower zu bieten. Vielmehr wird man ziemlich schnell dazu kommen müssen, "Standard-Shows" abzuliefern, denn man kann nicht alle PPV-Matches bei Impact zeigen und auch nicht jede Woche Stars debütieren lassen. Und wie gesagt: das alles vor dem Hintergrund, dass das WWE-Produkt momentan sehr stark ist.

Ich wünsche TNA alles erdenklich Gute, aber der Schritt in den regelmäßigen Montagskrieg kommt in meinen Augen zu früh.

20Feb/100

All good things..

Alles Gute endet irgendwann. WWE Inc. hat in diesen Tagen das Ende zweier Institutionen verkündet: die ECW wird ebenso wie die Survivor Series bald der Vergangenheit angehören.

Im Fall der ECW ist das Ende nur konsequent. Schon die Wiedereinführung des Namens als dritten Brand war recht zweifelhaft, auch wenn man mit Paul Heyman als kreativen Kopf sicherlich die Chance hatte, sich als legitimer Nachfolger der Original-ECW zu etablieren. Das war aber ein Spaß, der nur von kurzer Dauer war. Zuletzt hatte das Produkt nicht mehr viel mit der alten ECW gemeinsam. Personell ist es ja verständlich, dass ein Jahrzehnt nach dem Ende der unabhängigen ECW keine bekannten Gesichter mehr aktiv dabei sind, macht aber auch eine Identifikation schwerer. Aber auch inhaltlich hat sich das Produkt gewandelt. Die ursprüngliche ECW war ein guter Mittler zwischen Indies und Mainstream und brachte "Hardcore" und innovative Geschichten zu den Fans. Inzwischen aber war die WWE-ECW ein Hort für Nachwuchswrestler und alte Haudegen, für die man sonst keine Verwendung hatte. Da erscheint es nur konsequent, den Namen ECW aufzugeben und den Nachwuchsgedanken in den Vordergrund zu rücken. Deshalb weine ich der WWE-Version der ECW keine Träne nach und bin gespannt auf das Nachwuchsprogramm, welches anstelle des alten Namens läuft.

Das zweite Opfer heißt "Survivor Series". Das trifft mich mehr, da ich diesen PPV und seinen ursprünglichen Gedanken der Elimation-Tag-Team-Matches sehr mag. Anfänglich war der PPV auch für die Schreiber ein guter Weg, Fehden zu kreuzen, um so Anschluß- und Nebenfehden zu generieren. Mit der steigenden Zahl der PPVs war dies nicht mehr notwendig, was sich auch darin äußerte, dass die klassischen Survivor-Series-Matches immer weniger wurden. Daher ist es schade, aber leider auch konsequent, dass die Survivor Series am Ende ist.

Wie sieht es bei euch aus? Trauert ihr um die ECW oder die Survivor Series?

3Feb/100

Rated R Royal Rumble

Der Royal Rumble ist vorbei und hat mit Edge einen überraschenden Sieger gefunden.

Positiv daran ist, dass WWE Inc. mit diesem Ergebnis die Zuschauer und auch die Smart Marks wirklich überraschen konnte. Nach den ganzen Andeutungen, die in Richtung Shawn Michaels oder Triple H (auf den ich gesetzt hätten) gingen, war der Rated R Superstar eine gute Abwechslung. Edge hat es sich im Laufe seiner Karriere auch durchaus verdient. Er ist inzwischen ein echter Main Eventer, der innerhalb und außerhalb des Rings sehr zu unterhalten weiß.

Was mir nicht gefallen hat, ist die Tatsache, dass es das Szenario des plötzlich zurückkehrenden Wrestlers beim Rumble inklusive Sieg erst 2008 mit John Cena gab. So besonders kreativ war diese Idee nicht, zumal sie ein wenig das besondere an dieser Konstellation untergräbt.

Was die Zeit zeigen muss, ist die Frage nach der Verletzungsanfälligkeit von Edge. Ein Rumble-Gewinn zieht ja häufig nicht nur eine besondere Rolle bei der darauffolgenden Wrestlemania nach sich, sondern bedeutet idealerweise auch mehrere Monate und PPVs im Main Event. Leider hatte Edge in der Vergangenheit schon viele Ausfallzeiten wegen kleinerer und größerer Verletzungen, so dass ich sehr gespannt bin, ob Edge in der Lage ist, den Rumble-Sieg voll auszunutzen.

Soweit meine Sicht auf den Sieger des Royal Rumble. Wie steht ihr zu diesem überraschenden Ergebnis?

22Jan/101

Poison injected

Habe ich noch im Nachhinein TNA als knappen Sieger des Montagskriegs am 4. Januar gesehen, hat man inzwischen in Orlando alles getan, diesem Eindruck entgegenzutreten. Ich weiß nicht, ob Hogan, Bischoff und Russo etwas aus der Vergangenheit gelernt haben, aber die Zahl der Fehler ist schon besorgniserrgend.

  • Man präsentiert am 4. Januar zur Überraschung aller Jeff Hardy. Auch wenn man diesen Pfeil viel zu schnell aus dem Köcher geholt hat, war das schon ziemlich sensationell. Und dann? Seitdem hat man Jeff Hardy bei TNA nicht mehr gesehen, obwohl er mit Sicherheit ein riesiger Zuschauermagnet sein könnte.
  • Orlando Jordan, Sean Morley und die Nasty Boys bekommen TV-Zeit und dürfen Matches gewinnen, während ein TNA-Eigengewächs und -Leistungsträger wie Samao Joe keinen Platz beim PPV hat? WTF..
  • Der sechseckige Ring ist Geschichte. Nicht, dass ich diese Ringform besonders toll fand, aber so war das ganze doch ein Markenzeichen von TNA und ein gutes Abgrenzungsmerkmal gegenüber dem Mitbewerber. Diese Besonderheit leichtfertig aufzugeben, könnte sich noch rächen. Denn im und um den Ring arbeitet TNA immer mehr daran, eine Kopie von WWE Inc. oder gar der WCW zu werden. Da stünde ein Unterscheidungsmerkmal den Jungs aus Orlando nicht schlecht.
  • Schon die WCW hat damit zu knabbern gehabt: man setzt PPV-Matches an, die Leute geben ihr Geld dafür aus und die Matches finden nicht wie angekündigt statt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass einige den letzten TNA-PPV auch wegen der Rückkehr der Outsider (Kevin Nash & Scott Hall) gekauft haben. Und dann findet dieses Match nicht mit Hall, sondern mit Sean Waltman, dessen Beliebtheit und Relevanz gegen Null tendiert, statt. Ärgerlich..
  • Und bei derselben Veranstaltung wird Bobby Lashley aus seinem Match gegen Abyss genommen, um von Mr. Anderson (Kennedy) ersetzt zu werden. Bobby Lashley spricht durch seine MMA-Karriere durchaus ein Publikum an, das man als Wrestling-Organisation gewinnen könnte. Ihn schwach aussehen zu lassen, hilft nicht gerade, neue Zuschauer anzusprechen. Und Mr. Anderson scheint mit seinen Schauspiel-Ambitionen ja nicht gerade der passende Ersatz zu sein, zumal seine Starpower auch nicht gerade die größte ist. Aber halt: er war ja mit Hulk Hogan auf Australien-Tour..
  • Man könnte noch weitere Fehler auspacken: auf der einen Seite wird Mick Foley als Gegner von Bischoff/Hogan aufgebaut, auf der anderen Seite verliert er klar im Ring gegen Kevin Nash; das PPV-Match Styles vs. Angle wurde nicht nur vor dem Match bei Impact geboten, sondern auch danach; wo ist Sting?; den Fans wird tatsächlich vorgeschrieben, nicht zu fluchen und gefälligst an den rechten Stellen zu jubeln; Hall & Waltman werden erst als vertragslos dargestellt und "gefeuert", um dann doch regelmäßig aufzutauchen und Teil des Rosters zu sein;..

Wenn man bedenkt, welches Potential bei TNA liegt, ist es bitter zu sehen, dass Bischoff und Hogan soviel so schnell vor die Wand fahren.

Erinnert sich noch jemand, wie Vince McMahon die Rückkehr der nWo 2001/2 ankündigte? "I am gonna inject poison". Man könnte meinen, dieses Gift in Form von Hogan hätte er nach der WCW auch TNA verabreicht.

6Jan/100

Rückblick auf Montag: Impact

Während es bei RAW eher "business as usual" gab, bleibt man bei TNA mit offenem Mund vor dem PC sitzen. Nicht nur aus Begeisterung, aber dazu mehr..

Der Herausforderer im Montagskrieg fuhr scharfe Geschütze auf: Hulk Hogan gab sein TNA-Debüt. Machen wir uns nichts vor: der alte Mann ist hinischtlich seiner Mainstreamwirkung immer noch unübertroffen. Die respektable Quote von 1.5 zeigt dies durchaus.

Aber nicht nur Hogan war als Attraktion zu bewundern. Neben Hogan brachte TNA mit Jeff Hardy, Ric Flair, Orlando Jordan, Scott Hall, Sean Waltman, den Nasty Boys, Val Venis, Shannon Moore, Eric Bischoff und dem Rückkehrer Sting viele weitere altbekannte Gesichter (zurück) ins Fernsehen. Die Starpower von Impact ist damit unbestritten, da ja mit Mick Foley, Kevin Nash, Kurt Angle und Jeff Jarrett noch weitere große Namen des Wrestlings zu bewundern waren.

Doch hat all das auch seinen Nachteil: nicht nur, dass man sich personell und inhaltlich an die WCW erinnert fühlt, nein, man verschießt sein Pulver, das für mehrere Monate ausreicht, an einem Abend. Die Rückkehr von Jeff Hardy, Ric Flairs Auftritt, die Wiedervereinigung der nWo und Stings TV-Rückkehr sind Main-Event-Geschichten, die der Höhepunkt eines PPVs oder einer Impact-Sendung sein sollten. Diese Momente so schnell herzugeben für einen einzigen erfolgreichen Abend hat auch schon der WCW sehr geschadet. Besonders an Ric Flair sieht man, wieviel man verschenkt hat. Nicht mal eine Promo durfte der Nature Boy halten..

Positiv fiel das Wrestling auf. Okay, ein Cagematch sollte ein sauberes Ende haben, aber Styles vs. Angle und das Damenwrestling machten klar, welche Stärke TNA gegenüber der Konkurrenz auffahren kann. Jetzt mag man die obere Kritik aufnehmen und bemerken, dass man mit Styles vs. Angle ein PPV-Match kostenlos herausgegeben hat, aber wir wollen mal nicht zu kleinlich sein. Im Ring hat TNA in meinen Augen das bessere Produkt vorzuweisen, da auch die Talentbreite bis jetzt deutlich besser war.

Ob die bisherigen Talente von TNA aber eine Chance bekommen werden, ihre Stärke einzubringen, wage ich zu bezweifeln. Zwölf neue On-Air-Charaktere, von denen vier (Hardy, Hogan, Flair, Sting) absolute Main-Eventer sind, benötigen halt TV-Zeit, die an anderer Stelle eingespart werden muss. Und da wird es langsam problematisch..

Ich verstehe ja durchaus, dass man Hall und Waltman verpflichtet, Hardy und Flair sind sowieso ein gutes Investment, aber warum Orlando Jordan, Val Venis oder die Nasty Boys zu TNA geholt wurden, bleibt mir ein Rätsel. Gerade in der Midcard ist TNA gut aufgestellt, da braucht es diese Herren eigentlich nicht. Komisch, dass die vier Wrestler gerade mit Hogan durch Australien tourten. Diese Vetternwirtschaft hat schon zu WCW-Zeiten Geld und Ratings gekostet.

Hall, Nash, Waltman, Hogan und Bischoff - diese fünf Herren hatten das meistgesehene Segment der Show. Dies wird sicherlich zum Anlass genommen, die nWo-Reunion weiter voranzutreiben, doch frage ich mich wirklich, wieviele Menschen dies 2010 wirklich sehen wollen. Kevin Nashs Gang zum Ring offenbarte die großen gesundheitlichen Probleme, die der Ex-Diesel hat. Scott Hall sah zwar schon mal schlechter aus, aber er wirkte immer noch aufgequollen. Und Waltman wirkte irgendwie deplatziert.

Und dann war da noch die Promo von Eric Bischoff, der versprach, alles von oben nach unten zu drehen und dabei ein Produktionsskript zerrieß. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich mag es nicht, wenn in Wrestlingpromos offenbart wird, dass alles nur Show und Produktion ist. Dieses Pseudo-Shooten ist ein Stilmittel, das Vince Russo viel zu häufig angewandt hat und das meiner Meinung nach die Magie aus den Shows nimmt. Ich weiß, dass Wrestling Show ist und dass alles abgesprochen ist, aber ich möchte das nicht ständig unter die Nase gerieben bekommen. Bischoffs Promo war leider nicht der einzige Teil der Show, in dem dieser Vorhang gelüftet wurde. Viel zu viele Insiderandeutungen und Keyfabe-Brüche haben auch schon in der WCW keine gute Wirkung hinterlassen.

So bleibt am Ende eine seltsame Show. Auf der einen Seite hat TNA massenhaft Stars aufgefahren und tolles Wrestling angeboten, so dass man den Zuschauer durchaus begeistern konnte. Auf der anderen Seite ist es erschreckend, wie dieselben Fehler wie in der WCW gemacht werden.

Der Zuschauer bleibt durchaus mit dem Interesse für die weitere Entwicklung von TNA zurück, zumal ja doch einige Storylines begonnen wurden und das Wrestling überzeugen konnte. Allerdings dürfte dem Interesse auch eine gewisse Ernüchterung folgen, denn ein solches Feuerwerk kann TNA nicht noch einmal abbrennen, schließlich hat man einiges an Pulver verschossen.

Allerdings hat die gebotene Show in meinen Augen ausgereicht, um im Montagskrieg einen kleinen Punktsieg davonzutragen.

6Jan/100

Rückblick auf Montag: RAW

Der lang erwartete Montag ist vorbei, die beiden Shows sind Vergangenheit und es wird Zeit, ein Fazit dieses Abends zu ziehen. Um diesen Artikel nicht zu umfangreich zu gestalten, betrachte ich beide Shows in separaten Artikeln. Den Anfang macht der Platzhirsch WWE Inc. mit seiner Montagssendung "RAW".

Um das Fazit vorwegzunehmen: RAW war .. belanglos.

Während die Kollegen bei TNA sich wirklich alle Mühe gaben, besondere Aufmerksamkeit auf ihr Produkt zu lenken, hatte RAW nur eine besondere Attraktion: Bret "The Hitman" Hart.

Bret Hart war über zwölf Jahre nicht Teil der regelmäßigen WWE-Shows, er schied damals im Unfrieden aus der Promotion: es wäre also alles für eine bombastische Storyline bereit gewesen. Aber daraus gemacht hat man leider nicht viel..

Der Einzug des Hitmans war einer dieser gut inszenierten Gänsehautmomente. Solche Dinge beherrscht WWE Inc. wie wohl kaum eine andere Organisation im Showgeschäft. Aber schon Harts erste Promo überzeugte mich nicht besonders. Bret Hart war in seiner ganzen Karriere ein bestenfalls überdurchschnittlicher, aber kein herausragender Redner. Ihm aber eine Rede zu schreiben, mit der Bret Hart sich nicht identifzieren kann, war sicherlich der erste Rohrkrepierer. Achtet mal in den Wiederholungen auf Bret Harts Gesicht, wenn er das erste Mal "WWE Universe" sagt. Die Geschichte vom altersmilden Hitman, der seinen ehemaligen Feinden Versöhnung bringen will, mag zwar prinzipiell die richtige Idee für einen langsamen Aufbau einer Fehde sein, paßt aber in keiner Weise zu all dem, was Bret Hart in den vergangenen zwölf Jahren in der Öffentlichkeit von sich gegeben hat. Diesen Unterschied zwischen der öffentlichen Wahrnehmung der Beteiligten und der Darstellung im "WWE Universe" merkt man als Fan, was den Erfolg der Fehde gefährden könnte.

Ähnliches könnte man über das Abschlußsegment sagen, dessen Höhepunkt ein Tritt in die Kronjuwelen des Hitmans war. Hallo? Zwölf Jahre Feindschaft in der Öffentlichkeit und dann folgt ein kleines Pläuschchen mit der absehbaren Heel-Attacke durch Vince McMahon? Das soll alles gewesen sein? Ein sehr unspektakuläres Ende der lang erwarteten Rückkehr des Hitmans.

Den Rest der Show kann man getrost vergessen. Er war nicht schlecht, er war nicht gut, sondern nur ein routiniertes Herunterspulen von Matches und Segmenten ohne besondere Bedeutung.

WWE hat sich entschieden, auf die Herausforderung von TNA nicht gesondert zu reagieren. Das mußte man ja auch nicht, schließlich ist WWE seit Jahren der unbestrittene Marktführer und konnte mit Bret Hart zumindest viel Interesse ziehen. Die Quoten von RAW sind auch sehr gut, so dass man sich nicht als Verlierer fühlen muss - trotz einer sehr durchschnittlichen Show.

Stellt man aber die Frage, ob RAW Lust auf mehr gemacht hat, kann ich für meinen Teil eine klare Antwort geben: Nein.

1Jan/100

Was die Menschen interessiert

An anderer Stelle liefere ich die Log-Auswertungen monatlich ab, hier will ich einmal auf das vergangene Jahr zurückschauen.

Mit welchen Suchanfragen die Leser auf dieses Blog gefunden haben, finde ich recht spannend. Auf diese Seite bezogen kann man ganz klar von einem Saisongeschäft sprechen: Wrestlemania überscheint alle anderen Themen bei weitem. Nicht nur in den Suchanfragen dominiert diese Großveranstaltung, auch bei den Besucherzahlen ist die Zeit um Wrestlemania die erfolgreichste.

So sehen sie also aus, die Top-10 der Suchbegriffe, die 2009 ins HeadLockBlog führten:

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Ich wünsche euch allen einen guten Start ins neue Jahr. Uns Wrestlingfans wünsche ich besonders einen interessanten 4. Januar, der hoffentlich neuen Schwung ins etwas eingefahrene Geschäft bringt.