Wrestlingblog Subjektives und Spekulatives

18Apr/110

Rückblick auf Dortmund

Am Freitag war ich in Dortmund, machte doch WWE Inc. mit dem SmackDown-Kader in der dortigen Westfallenhalle einen Zwischenstopp. Nachdem ich mit Magnus schon im November den Kölner Event der damaligen Europa-Tour gesehen haben, war ich nun gespannt, wie es diesmal werden würde.

Ich möchte hier nicht die Ergebnisse auflisten, diese kann man überall im Netzwerk des WeltWeiten Wahnsinns nachlesen. Vielmehr möchte ich ein paar Eindrücke loswerden.

Leere Ränge

Das Parkett, wo die Plätze regulär gut 100 Euro kosten sollten, war gut besetzt, aber die Ränge waren fast schon verwaist. In unserem Block (103) waren deutlich mehr Plätze frei als besetzt, dasselbe Bild zeigte sich in den anderen Rängen. Die "Billig"-Plätze weiter oben waren schon wieder etwas besser gefüllt, aber der Gesamteindruck bleibt: das Interesse scheint nicht so riesig zu sein.

Die Gründe sind sicherlich vielfältig. Natürlich ist die Hochzeit des Wrestling vorbei. Die goldenen 90er wirken nicht mehr nach, das Monopol von WWE Inc. hat seine Spuren hinterlassen. Dazu kommt sicherlich der Fakt, dass dieselben Gesichter erst im November durch Deutschland tourten, so dass eine gewisse Übersättigung eintreten dürfte, die durch den nächsten Punkt verstärkt wird - die Preise. Die günstigsten Karten sollten ca. 40 Euro kosten, für vernünftige Sitzplätze musste man 70 Euro kalkulieren. Will man dann noch zwei Bier trinken und was knabbern, ist man pro Nase schnell 100 Euro los. Gerade das vielfach jugendliche Publikum muss bei solchen Preisen passen.

Solide Action

Man darf bei einer Houseshow natürlich kein Hochgeschwindigkeitswrestling erwarten, wie man es in den TV-Sendungen oder bei PPVs sieht. Dafür sind Houseshows auch nur bedingt da. Es geht um die Interaktion mit den Fans und um die Unterhaltung. Unter diesem Aspekt waren alle Matches wirklich gut und solide, es gab keinen Abfall bei der Matchqualität. Allerdings waren auch nur pro Match nur wenige besondere Momente, nicht selten war das Tempo sogar relativ gering. Das ist verständlich, schließlich möchte ich als Fan auch nicht, dass die Wrestler Superstars sich bei Houseshows verletzen. Daher: solide Action im Ring, die allerdings auch etwas höhepunktarm war.

Verpaßte Gelegenheiten

Fangen wir mit einer guten Nachricht an: WWE Inc. hat in Dortmund nicht dieselbe Show abgeliefert wie am Abend zuvor in München. Zwar war der Grundaufbau gleich, aber man hat ein paar andere Matches und Ausgänge abgeliefert. In der Vergangenheit war das nicht immer so, deshalb erwähne ich das positiv.

Leider fehlt dem jetzigen Tourkader ein wenig die Starpower. Vor ca. einem halben Jahr in Köln hatte man mit Bret Hart und John Cena zwei personelle Highlights anzubieten, die diesmal einfach fehlten. Edge hatte kurz vor der Tour seine aktive Karriere beenden müssen, was die Attraktivität einzuschränken drohte.

Doch Edge war da. Er kam unter großem Jubel raus und hielt eine Abschiedspromo - runtergerasselt, ohne Körpersprache und sichtlich routiniert. Klar: Edge ist kein Ric Flair, aber ich habe auch schon bessere Promos als die von Edge in Dortmund gesehen. Diese Promo hätte richtig viel Atmosphäre erzeugen können, sie hätte der Funken sein können, der ein Feuerwerk der Emotionen entzündet. Doch sie war lustlos, kurz und bedeutungslos.

Und dann fehlte Christian. Magnus hätte wahrscheinlich sein linkes Bein gegeben, wäre sein Favorit Christian der Main-Event-Gegner von Alberto del Rio gewesen, aber er war es nicht. Das ist in zweierlei Hinsicht unverständlich. Zum einen hätte man bei dem dünnen Kader nicht auf jemanden wie Christian verzichten dürfen. Zum anderen hat Christian in den TV-Shows den Main-Event-Part von Edge vorübergehend übernommen, so dass auch die Fans eine gewisse Erwartungshaltung entwickeln. Dass es doch geht, konnten unsere englischen Freunde in Newcastle sehen, wo Christian den Main Event bestritt.

Fazit

Vergleicht man die Shows in Dortmund und Köln miteinander, muss man bei der Showqualität ganz klar den Punktsieg an Köln geben. Sicherlich war die Show in Dortmund auch gut, aber der Novembertermin hatte doch mehr Highlights. Dank Magnus und seiner Tätigkeit als Übersetzer des WWE-Magazins hatten wir Pressekarten, die uns zu Plätzen führten, die wirklich klasse waren. Zwar hatten wir vor uns ein paar Super-Fans sitzen, die sich einen Spaß daraus machten, immer die Heels anzufeuern, aber davon haben wir uns den Abend nicht vermiesen lassen.

Unterm Strich bleibt ein gelungener und schöner Wrestlingabend, dem zur Perfektion die echten Highlights fehlten. Trotzdem immer wieder gern..

13Apr/111

Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten

Fangen wir mit den schlechten Nachrichten an:

Scott Halls Schicksal erinnert mich gefährlich an den Film "The Wrestler". Die Szenen von der Indy-Show vor einigen Tagen sind auf jeden Fall erschreckend.

Die zweite Nachricht ist ebenso traurig. Edge hat die Stiefel an den Nagel gehangen. Seinen schweren Verletzungen musste der Rated R Superstar nun Tribut zollen. Nach seinem Wrestlemania-Erfolg unterzog sich Edge entsprechenden Untersuchungen, die ergaben, dass seine Schädigungen so schwer seien, dass dauerhafte Schäden und sogar der Tod als Risiko im Raum standen. Verständlicherweise hat Edge sich für die Beendigung seiner illustren Karriere entschieden. Das ist sehr schade, leitet aber zur guten Nachricht über.

Eigentlich sollte Edge die Europa-Tour des SmackDown!-Rosters headlinen, was ja nun wohl flach fällt. Trotzdem - und jetzt kommt die gute Nachricht - freue ich mich darauf, am Freitag in Dortmund wieder die WWE-Superstars live zu erleben. Dank dem treuen Leser Magnus, mit dem ich im vergangenen Herbst schon in Köln war, habe ich die Gelegenheit, die tolle Atmosphäre bei einer WWE-Show zu geniessen. Trotz des Wermutstropfen "Edge" wird das bestimmt klasse.

Wer mag, wird bei Twitter oder Facebook sicherlich einige Eindrücke von der Houseshow in Dortmund finden können.

9Apr/114

Finally..

..habe ich die Wrestlemania-27-Tipps ausgewertet.

Hier die Ergebnisse meiner Wenigkeit und meiner Kommentatoren.

Auswertung Wrestlemania 27
Match Marcus Magnus Phil
8-Man-Tag-Team Falsch Falsch richtig
Sheamus vs. Bryan Falsch Falsch Falsch
Edge vs. Alberto del Rio Falsch Falsch Falsch
Mysterio vs. Rhodes Falsch Falsch richtig
Lawler vs. Cole Falsch Falsch Falsch
Orton vs. Punk richtig Falsch Falsch
Triple H vs. Undertaker richtig richtig richtig
Mixed-6-Match richtig richtig richtig
Cena vs. Miz richtig Falsch Falsch

Ich habe jeweils das finale Ergebnis genommen, d.h. Lawler hat verloren und The Miz hat das Duell gegen Cena gewonnen.

Unabhängig davon konnte ich mich als bester Tipper beweisen. 5 aus 9 für mich, während Magnus und Phil sich brüderlich den zweiten Rang mit 3 aus 9 teilen.

UPDATE: Das kommt davon, wenn man zwischen Tür und Angel ein Tippspiel auswertet. Natürlich hat Phil Recht, dass Cody Rhodes sein Match gewonnen hat. Dadurch haben Phil und ich 4 aus 9 erreicht, während Magnus lediglich zwei Punkte erlangen konnte.

29Mrz/112

Wrestlemania 27

Der wichtigste PPV der Wrestlingszene steht vor der Tür. Wie immer möchte ich meine Einschätzungen und Tipps zu den Matches hier kundtun. Natürlich ist jeder dazu eingeladen, in den Kommentaren seine Weisheiten zum Besten zu geben.

Kane, Vladimir Kozlov, Big Show & Santino Morella vs. The Corre

Dieses kurzfristig eingefügte Match hat was von "Resterampe". In den letzten Jahren gab es dafür das Money-in-the-bank-Match, nun wird ein Multi-Men-Team-Match angesetzt. Sicherlich wird dies die Gelegenheit zum Spotfestival, so dass das Match bei aller Unwichtigkeit unterhaltsam werden dürfte.

Mein Tipp: The Corre

Sheamus vs. Daniel Bryan

Sheamus hat eine unangenehme Phase hinter sich. Nach seinem Titelverlust schien es, als würde er in der Undercard verschwinden, doch nun scheint seine Karriere die Kurve zu kriegen. Daniel Bryan hat sich etabliert, seine Fähigkeiten bereichern WWE Inc. Das Match könnte ganz interessant werden, wobei ich glaube, dass man Sheamus nicht sofort wieder ausbremst. Daher..

Mein Tipp: Sheamus

Dolph Ziggler & LayCool vs. John Morrison, Snooki & Trish Stratus

WWE Inc. weiß, wie wenig sie im Diven-Bereich hat, daher werden Ziggler und Morrison in das Match gesteckt. Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass dies auch Snooki und Trish Stratus absichern sollen, die auf Grund ihrer mangelnden Erfahrungen bzw. eventuellen Ringrosts vielleicht kein komplettes Match abliefern können. Ich hoffe, dass Morrison und Ziggler das Match erträglich machen, wobei ich es relativ uninteressant finde. Trotzdem..

Mein Tipp: John Morrison, Snooki & Trish Stratus

Rey Mysterio vs. Cody Rhodes

Cody Rhodes hat im Vorfeld häufiger gesagt, dass er hofft, einen Showstealer abzuliefern. Klar: ein Showstealer bei Wrestlemania könnte seine Karriere beflügeln. Allerdings weiß ich nicht, ob sein Gegner für so einen Auftritt der richtige ist. Rey Mysterio hat lange Verletzungszeiten hinter sich, ist regelmäßig angeschlagen und die Gerüchte um seine Unzufriedenheit halten sich seit Monaten. Ob aus diesen Voraussetzungen ein klasse Match zustande kommen kann, wage ich zu bezweifeln. Trotzdem dürfte es unterhaltsam werden.

Mein Tipp: Rey Mysterio

Jerry Lawler vs. Michael Cole

Ich gönne Jerry Lawler seinen großen Moment. Auch wenn er jenseits der 60 ist, hat sich The King seinen großen Auftritt bei Wrestlemania verdient. Obwohl: Michael Cole als Non-Wrestler ist vielleicht nicht der "würdigste" Gegner und mit Jack Swagger neben dem Ring und vor allem mit Steve Austin als Special Referee wird Jerry Lawlers großer Moment überstrahlt. Das ist etwas schade, da gerade Steve Austin das Scheinwerferlicht auf sich ziehen wird. Ich weiß nicht, ob das irgendjemandem hilft. Trotzdem sollte der Ausgang klar sein.

Mein Tipp: Jerry Lawler

Randy Orton vs. CM Punk

Beide Wrestler waren schon Champion und haben dennoch die Zukunft vor sich. Und trotzdem bin ich irgendwie froh, dass diese Fehde hoffentlich bei Wrestlemania 27 ein Ende findet, denn so richtig hat die Geschichte um CM Punks Heelgruppe, die Woche für Woche durch Orton dezimiert wird, nicht gezündet. Und bei Wrestlemania kann eine Fehde nur so richtig enden, wenn die Guten gewinnen.

Mein Tipp: Randy Orton

The Undertaker vs. Triple H

Ohne große Vorwarnung wurde die Paarung ca. anderthalb Monate vor dem PPV aus dem Boden gestampft, als beide Wrestler ihre Rückkehr nach langer Verletzungspause feierten. Triple H hat seitdem nur wenig gewrestlet, zumeist in Multi-Tag-Team-Matches, während der Undertaker kein Match bestritten habe, wenn ich auf die Schnelle richtig recherchiert habe. Das läßt für die Matchqualität nicht viel hoffen, aber zu einem soliden Match sollte es reichen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendeinen Sinn ergibt, Triple H die Siegesserie des Undertakers beenden zu lassen. Klar, fürs Ego und für die eigenen Legende wäre es sicherlich eine feine Sache, aber da Triple H immer mehr hinter die Kulissen wechselt, weiß er hoffentlich, dass ein längerer Fehdenaufbau und ein jüngerer Bezwinger für WWE Inc. deutlich mehr Geld bedeuten dürften.

Mein Tipp: The Undertaker

The Miz vs. John Cena

The Rock - dieser Name schwebt über diesem Match. Ähnlich wie beim Lawler-Match ist dies etwas schade, denn Dwayne Johnson stiehlt den beiden eigentlichen Protagonisten das Rampenlicht, das sich besonders The Miz in den letzten Monaten hart erarbeitet hat. So interessant eine Fehde zwischen John Cena und The Rock ist, es wäre schade, wenn dieses Titelmatch von ihr bestimmt würde. Einzig: sollte tatsächlich The Rock hier eine Fehde mit John Cena beginnen, würde man wahrscheinlich den Titel daraus halten, so dass The Miz zwar weiter als schwacher, aber immerhin überhaupt als Champion dargestellt wird.

Mein Tipp: The Miz

Edge vs. Alberto del Rio

Konsequent hat man bei WWE Inc. Alberto del Rio gepusht, also wäre es sehr sinnvoll, ihm den Titel bei Wrestlemania zu geben. Dagegen spräche nach meinen Tipps, dass die beiden großen Titel in den Händen von Heels Wrestlemania verlassen werden, was ja nicht den allgemeinen Gepflogenheiten der vergangenen Jahren entspräche. Aber es gibt ja für alles ein erstes Mal.

Mein Tipp: Alberto del Rio

15Mrz/110

Fiasko

Was TNA in der Nacht zum Montag als Main Event eines PPVs den Menschen anbot, war ein schlechter Witz. In anderthalb Minuten von Ringglocke zu Ringglocke fertigte Sting seinen Herausforderer Jeff Hardy ab. Dabei war die erste Minute reines Posen von Hardy, so dass die einzige echte Wrestlingaktion der Finisher des Stingers war. In den gut achteinhalb Minuten Vorgeplänkel (Einzug der Wrestler, Auftritt Eric Bischoff) konnte man gut sehen, dass Jeff Hardy in keinster Weise in der Lage war, ein Wrestlingmatch abzuliefern. "Bullshit"-Rufe füllten die Halle, Sting konnte nur "I agree" rufen, als er die Halle verließ.

Man fragt sich nur, wie eine solche Situation entstehen konnte.

Sollte die unwahrscheinliche Hypothese stimmen, dass diese ganze Geschichte ein Work war, hat niemand bei TNA verstanden, wie man mit Publikumsreaktionen arbeitet. X-Pac-Heat heißt das Zauberwort, das mir in den Sinn kommt. X-Pac hatte das schlimme Problem, dass die Leute ihn nicht hassten, weil die Booker das wollte und seine Rolle das verlangte, sondern er wurde aus der Halle gebuht, weil die Leute ihn schlicht und simpel nicht sehen wollten, weil die Leute ihn nicht leiden konnten. Und genau diese X-Pac-Heat generiert TNA mit solchen Angles, sofern dies ein Work war. Die Leute bezahlen für ein Wrestlingmatch, nicht für eine insgesamt zehnminütige Farce.

Und sollte es kein Work gewesen sein, was ich und viele Beobachter mit mir für höchst wahrscheinlich halten, dann hat TNA kein gutes Bild abgegeben. Sollte Jeff Hardy nicht in der Lage gewesen sein, ein Match zu worken, hätte man den Main Event ändern müssen. Ob man einen Three-Way-Dance mit Hardy, Sting und einem dritten Wrestler macht oder einem anderen Mann die Chance gibt, hauptsache, die Zuschauer gehen nach einem vernünftigen Main Event glücklich heim. Aber diese Eskalation, dieses Fiasko zuzulassen, war die einzige Option, die man nicht wählen konnte. Auch wenn die Außenwirkung einer plötzlichen Main-Event-Änderung ebenso schlecht gewesen wäre, so hätte man doch durch ein gewisses Maß an Ehrlichkeit die Situation retten können.

Nun mägen TNA und dieser bizarre Main Event zwar durchaus ein heißes Internetthema sein, aber profitieren wird man davon nicht. Die Mehrheit der PPV-Käufer wird sich zukünftig sehr genau überlegen, noch einmal 30$ oder mehr für eine TNA-Show auszugeben.

Ein wenig fühlte ich mich an einen Wendepunkt der WCW-Historie erinnert: damals war der Upset ein Match zwischen dem Champion Kevin Nash und Hulk Hogan, welches letzterer nach einem Fingertipp gewinnen konnte. Von da an ging es bergab mit der WCW. Hoffen wir, dass Jeff Hardys Auftritt bei Victory Road 2011 nicht ein ebensolcher Wendepunkt war.

6Mrz/110

Sting ist zurück

Wow..

Nachdem ich zuletzt ja gehofft habe, Sting würde TNA erhalten bleiben, ist dies eingetroffen. Es kommt ja eher selten vor, dass meine Tipps und Vorhersagen eintreffen, aber in diesem Fall hat es doch mal geklappt. Super.

Die Rückkehr des Stingers hat TNA in einer Art Seitenhieb auf die geheimnisvollen Videos zur Undertaker-Rückkehr angekündigt. Man hat den Stil der WWE-Videos nachgemacht, selbst der finale Schriftzug ist bei WWE Inc. abgekupfert.

Auch wenn das irgendwie witzig ist, zeigt es in meinen Augen das Hauptproblem von TNA: man sucht immer den Vergleich zu WWE Inc. Schon die WCW hat sich über die Rivalität zum Branchengegner definiert, was letztlich dazu führte, dass man am Ende den Kürzeren zog, weil man keine Eigenständigkeit mehr hatte. Dieses Schicksal mag TNA noch nicht drohen, aber der WCW-Vergleich wird ja nicht erst seit gestern bemüht. Und solche Videos als Seitenhieb zur Primetime zu bringen, läßt die Zweifler sicherlich nicht verstummen.

Aber nun ist Sting zurück und man hat gleich den nächsten fragwürdigen Schachzug. Sting gewann bei seiner Rückkehr den Titel von Jeff Hardy. Damit ist "The ICON" Sting einer der ältesten World Champions aller Zeiten. 51 Jahre ist Steve Borden inzwischen und trotzdem noch bzw. wieder das Aushängeschild von TNA. Unstrittig hilft Sting TNA - die Ratings, aber auch die Zuschauerreaktionen sprechen ein klare Sprache.

Nun liegt es an TNA, die Popularität Stings zu nutzen und das Scheinwerferlicht mit seiner Hilfe auf die nächste Generation zu schwenken.

20Feb/110

Das STINGt

In den letzten Wochen gab es viele Gerüchte, Sting würde zu WWE wechseln. Verstärkt wurden diese Gerüchte von mysteriösen Video-Segmenten bei RAW, die durchaus Ähnlichkeit mit alten WCW-Promovideos von Sting hatten. Außerdem wurde Sting von der TNA-Homepage entfernt.

Gut, die Videos haben sich als Ankündigung für die morgige Rückkehr des Undertakers entpuppt, so dass zumindest ein Indiz entschärft ist, aber die Gerüchteküche brodelt weiterhin.

Ich persönlich hoffe doch sehr, dass Sting NICHT zu WWE Inc. geht.

Schauen wir uns die Situations aus Sicht von WWE Inc. an. Sting ist der einzige Top-US-Wrestler, der trotz absoluter A-Starpower nie bei Vince McMahon unter Vertrag stand. Mit einer Verpflichtung könnte man diese historische Fußnote auslöschen, aber mehr als persönliche Befriedigung wäre das wohl nicht. Denn Sting ist inzwischen über 50, seine Leistung im Ring hat in den letzten ein bis zwei Jahren merklich nachgelassen. Im aktuellen WWE-Roster wäre er von den In-RingFähigkeiten her absolut fehl am Platze. Dazu kommt, dass Sting zumindest bei TNA eine recht ruhige Kugel schieben durfte. Lediglich die Tapings und PPVs mußte er arbeiten, Houseshows sparte er sich aus. Diesen lockeren Terminkalender wird WWE Inc. Sting nicht zubilligen wollen, denn man will ihn ja als Zuschauermagnet haben. Außerdem wrestlen selbst Größen wie der Undertaker, Triple H oder auch Shawn Michaels (zu seinen aktiven Zeiten) bei Houseshows, so dass eine derartige Extrawurst kaum zu rechtfertigen wäre. Unzweifelhaft würde Sting einige Zuschauer vor die Fernseher locken, so dass eine Investition in Sting sich zwar kurzfristig auszahlen mag, aber sowohl für die Arbeitsmoral als auch für die Qualität des In-Ring-Geschehens dürfte Sting WWE Inc. kaum weiterhelfen können.

Und aus Stings Sicht ist ein großes und sehr grundsätzliches Mißtrauen gegenüber WWE Inc. angebracht. Natürlich kann er bei Vince McMahon deutlich mehr verdienen als bei Dixie Carter. Und eventuell mag er auch in der Lage sein, ein reduziertes Arbeitspensum durchzusetzen. Doch wenn er in die Vergangenheit schaut, sollte ihm auffallen, dass Vince McMahon nicht willens oder in der Lage war, "fremde" Stars erfolgreich in seine Promotion zu integrieren und sie im Sinne des Geschäfts zu nutzen. Wie bitter war es, als Goldberg bei WWE ein neues Gimmick bekam und plötzlich von Goldust eine Perücke auf dem Kopf gesetzt bekam? Bryan Alvarez fragte sich zurecht, wieviel Geld man in dieser einen Szene wohl verbrannt hat.

Und auch das nWo-Konzept, dass Vince McMahon Anfang 2002 aufnahm, hätte ein lockerer Selbstläufer sein können. Doch man entschied sich, Hall, Nash & Hogan als Witzfiguren darzustellen und so floppte das Thema nWO bei WWE. Sting mag auch das komplett gescheiterte Invasion-Konzept aus 2001 noch in Erinnerung haben, bei dem alle WCW-Stars, inklusive des amtierenden Champion Booker T, wie die letzten Vollpfosten gebookt wurden und dabei verjobbt wurden.

Was kann Sting also von WWE Inc. erwarten? Eine Altherren-Fehde gegen den Undertaker? Einen Job für John Cena oder Edge machen? Ich glaube, aus kreativer Sicht könnte Sting im McMahon-Land verloren sein. Sting hat sich aber nichts mehr zu beweisen. Finanziell hat "Real Estate Steve" ausgesorgt, im Wrestlingring hat er alles erreicht. Für die ganz großen Erfolge bei WWE Inc. ist er, und das ist ihm hoffentlich bewußt, inzwischen zu alt und nicht mehr auf dem notwendigen Leistungslevel.

Daher kann es für Sting nur noch darum gehen, einen Weg zu finden, diese großartige Karriere zu einem würdigen Ende zu bringen. Und das geht meiner Meinung nach besser bei TNA, wo er große Chancen hat, mit einem großen Match und einem PPV-Main-Event von der großen Bühne abzutreten.

Deshalb hoffe ich, dass an den vielen Gerüchten der letzten Wochen nichts dran ist.

17Feb/110

Diese Personalie ROCKt

Finally..

Eigentlich war die Rückkehr von The Rock keine so riesige Überraschung. Von den vielen gehandelten Namen als Guest Host für Wrestlemania hielt ich The Rock nach Steve Austin für die wahrscheinlichste Lösung. Justin Bieber oder Bob Barker wären irgendwie unpassend gewesen, ein dem Wrestling verbundener Star mit einer Vergangenheit im Business war die beste Wahl. Und die hat man mit The Rock getroffen.

Auch wenn ich beim Guest-Host-Konzept für den wichtigsten Wrestling-Event des Jahres generell skeptisch bin, dürfte die Verpflichtung von Dwayne Johnson sowohl der Buyrate als auch dem Unterhaltungswert der Veranstaltung helfen. Ein wenig Angst habe ich, dass The Rock mit seiner enormen Popularität das Rampenlicht vom Rest der Show abzieht. Man wird davon ausgehen müssen, dass The Rock nicht nur ein oder zwei kleinere Segmente haben wird, sondern als Guest Host viel Zeit eingeräumt bekommt. Zeit, die dem Wrestling und den anderen Stars fehlen wird.

Letzteres wäre halb so wild, wenn The Rock als fester Bestandteil des Rosters unterwegs wäre, also WWE Inc. über Wrestlemania hinaus regelmäßig zur Verfügung stünde, idealerweise sogar als aktiver Wrestler. Scheinwerferlicht auf aktuelle Stars zu richten - das würde Sinn ergeben, besonders beim wichtigsten PPV des Jahres, der auch viele Käufer anlockt, die nicht regelmäßig die WWE-Shows verfolgen. Einen einmaligen Auftritt irgendeiner Showgröße als Mittelpunkt von Wrestlemania darzustellen wäre hingegen Verschwendung. Aber so ganz scheint die Rolle von The Rock noch nicht geklärt, also hoffen wir das Beste.

Und egal, wie man zum Guest-Host-Konzept steht: toll war dieser Moment bei RAW auf jeden Fall.

10Feb/110

Auswertung Royal Rumble

Der Rumble ist vorbei, doch ich komme erst jetzt zur Auswertung der Tipps.

Match Magnus Muerte Marcus
Miz vs. Orton Richtig Richtig Falsch
Edge vs. Ziggler Richtig Richtig Richtig
Diva´s Championship Falsch Falsch Falsch
Royal Rumble Falsch Richtig Falsch

Muertes Aussagen habe ich mal zu seinen Gunsten ausgelegt, so dass man nur herzlich gratulieren kann. Da er den Rumble-Sieger vorausgesagt hat, ist der Sieg auch mehr als verdient. Magnus hat sich wie immer wacker geschlagen, während ich.. Ach, lassen wir das.

27Jan/113

Royal Rumble 2011 – meine Tipps

Der Royal Rumble 2011 hat eine relativ kleine Card, daher kann man die Einzelmatches schnell tippen.

The Miz vs. Randy Orton

Ich bin mir unschlüssig, was WWE Inc. noch mit The Miz vorhat, aber wenn ich in Richtung Wrestlemania schaue, dürfte Randy Orton der bessere Draw als Champion sein. Deshalb befürchte ich, dass der Push von The Miz vorerst zum Erliegen kommt.

Sieger: Randy Orton

Edge vs. Dolph Ziggler

Edge soll ja momentan nicht allzu zufrieden sein, allerdings weiß ich nicht, auch hinsichtlich der bevorstehenden Wrestlemania, ob Dolph Ziggler als Champion nicht etwas zu früh käme. Auch wenn einige Ziggler mit Curt Hennig vergleichen, habe ich noch gewisse Zweifel, ob ein Push schon angebracht ist. Daher glaube ich, dass Edge den Titel behält.

Sieger: Edge

Natalya vs. Lay-Cool

Natalya ist eine richtig gute Wrestlerin, deshalb würde ich es ihr durchaus gönnen, durch einen Sieg in einem Handicap-Match weiter gepusht zu werden. Doch Tippen ist kein Wunschkonzert, daher werden die beiden Damen als Siegerinnen den Rumble verlassen.

Siegerinnen: Lay-Cool

Royal Rumble

Den Rumble-Sieger zu tippen, ist gar nicht so einfach. Wen möchte man im Wrestlemania-Main-Event sehen? Und welchem Wrestler würde es helfen, aus 40 Teilnehmern als Sieger hervorzugehen?

Es gibt einige Szenarien, die ich für gut hielt. So könnte CM Punk mit Hilfe seiner Nexus-Absplitterung gewinnen, sogar ein Ablauf wie einst bei Steve Austins erstem Rumble-Sieg wäre möglich, wobei diesmal John Cena den betrogenen Superhelden spielen könnte. Dass "Superman" auch eine Möglichkeit wäre, ist klar.

In den letzten Jahren wurde ein Sieg eines Überraschungsrückkehrer leider schon etwas überstrapaziert, daher denke ich, dass Triple H oder sogar der Undertaker (wenn man ihn spät einsteigen läßt und stark schont) eher unwahrscheinliche Optionen sind.

Natürlich könnte WWE Inc. einen unverbrauchten Superstar zum Sieger küren, so dass Alberto del Rio oder Wade Barrett durchaus eine gute Wahl wären. Aber wie bei meinen anderen Tipps muss man immer bedenken, dass der Rumble-Sieger eine prominente Rolle bei Wrestlemania spielen soll. Und da könnte es schwierig werden, denn noch sehe ich keine große Wrestlemania-Card. Und dabei einen Newcomer zu pushen, könnte gefährlich sein. Daher glaube ich nicht so sehr an einen "Außenseitersieg".

Um mich mal zu entscheiden: ich bleibe bei meiner ersten Idee.

Sieger: CM Punk