One moment in time: 7. Juli 1996
7. Juli 1996, Daytona Beach, Florida, USA - ein Abend, der auf lange Zeit die Welt des Wrestlings verändern sollte. Es war der Abend, an dem Hulk Hogan Heel turnte und gemeinsam mit Scott Hall und Kevin Nash die nWo gründete. Die nWo wurde für die WCW zur Gelddruckmaschine und brachte für einige Jahre die Vorherrschaft in den sogenannten Montagskriegen.
Die Vorgeschichte zum PPV "Bash at the beach" ist schnell erzählt: Scott Hall und Kevin Nash waren als Outsiders in den WCW-Shows aufgetaucht und hatten eine WWF-Invasion angedeutet. Für den Bash at the beach forderten Hall und Nash für sich und ihren unbekannten Partner ein Sechs-Mann-Team gegen die Besten der WCW. Am Abend des Kampfes kamen Hall und Nash allein heraus, um es mit Sting, Lex Luger und Randy Savage aufzunehmen. Früh im Kampf wurde Lex Luger aus dem Match genommen und irgendwann lagen alle Beteiligten im Ringstaub. Und dann kam Hulk Hogan heraus. Hätte Bobby Heenan nicht die Frage gestellt, auf wessen Seite er stünde, es wäre perfekt gelaufen. Dennoch kam der große Schockmoment, als Hogan Savage mit dem Legdrop of Doom ausschaltete. Im Anschluß gab er unter dem steten Müllregen der Fans das Gründungsinterview zur nWo. Der Rest ist Geschichte.
Diesen Moment machen zwei Dinge so besonders. Den einen Punkt habe ich nun häufig genug erwähnt: die Gründung der nWo, den wahrscheinlich heißesten Stable der letzten zwei Jahrzehnte. Der zweite Punkt ist wahrscheinlich viel bedeutender, weil er dem ersten Punkt erst den letzten Schliff gab: Hulk Hogan turnte Heel.
Hulk Hogan war seit über zwölf Jahren das Top-Babyface des amerikanischen Wrestlings. Sicher, so langsam nutze sich das Gimmick ab, nach seinem Wechsel zur WCW zeigten sich erste Abnutzungserscheinungen. Hogan hatte alle Heels abgefertig, die Überfigur des ewigen Helden schien ausgelutscht. Dennoch war er weiterhin der größte Star des amerikanischen Wrestlings, er zog weiterhin Fans in die Hallen, verkaufte T-Shirts und hatte eine eigene TV-Serie. All das stand auf dem Spiel, denn es blieb zu befürchten, dass die Fans einen Heel Hogan nicht akzeptieren.
Alles, was Hogan sich im letzten Jahrzehnt erarbeitet hatte, opferte er für eine Veränderung, deren Ausgang ungewiss war. Allerdings soll Hogan sehr starke Bedenken gegen diesen Gimmickwechsel gehabt haben, schließlich war das Risiko ähnlich groß wie die Möglichkeit, als Top-Heel der Liga mit frischem Wind im Main Event zu bleiben. Im Nachhinein leugnen alle Beteiligten, dass Luger nur deshalb so früh aus dem Match genommen wurde, um im Falle einer Meinungsänderung des Hulksters, der schon damals die kreative Kontrolle über seinen Charakter hatte, ihn als dritten Mann zu präsentieren. Allerdings scheint mir dieses Planspiel durchaus plausibel, schließlich wäre andernfalls das frühe Herausnehmen von Luger aus dem Match irgendwie sinnlos.
Deshalb ist Hogans Turn der große Moment des 7. Juli 1996. Der Mann, der in den 80er Jahren als Topstar das Wrestling in den Mainstream angeführt hatte, erfand sich neu, um in den 90er Jahren einen neuerlichen Wrestlingboom anzuführen.
Reise nach London?
TNA (oder Impact Wrestling) kommt im Januar 2012 nach Europa. Auch Deutschland steht am 21. und 29. Januar auf dem Tourplan, wobei besonders der erste Termin für mich interessant ist, denn Essen ist nicht weit weg.
Allerdings überlege ich gerade ernsthaft, nicht nach Essen oder Neu-Ulm zu fahren, sondern mir für die TNA-Show in London am 28. Januar ein Ticket zu organisieren. Denn während in Deutschland die üblichen Verdächtigen wie Kurt Angle, AJ Styles oder Mr. Anderson angekündigt sind, ist für die England-Termine STING als Teilnehmer bestätigt.
Sting ist ja sonst nur bei den TV-Shows und PPVs zu sehen, Houseshows meidet "The Icon" seit Jahren. Von daher wäre es eine tolle Sache, Sting vielleicht zum letzten Mal live zu sehen. Das letzte (und bisher einzige) Mal habe ich Steve Borden beim "WCW Millenium Final" in Oberhausen gesehen, wahrscheinlich wird es nicht mehr soviele Gelegenheiten geben, Sting live in Europa zu sehen. Zudem hat die Wembley Arena als Veranstaltungsort auch ihren Reiz.
Jetzt brauche ich nur noch jemanden, der mit mir auf die Insel fährt..
One day in your life
"One day in your life" - so heißt ein Liedchen von Anastacia.
Es könnte aber auch (fast) die Überschrift zur Regentschaft von Christian als World Heavyweight Champion sein. Denn viel mehr als "one day" war der ehemalige Tag-Team-Champion nicht an der Spitze des SmackDown-Rosters. Am 1. Mai konnte sich Christian den ehemaligen WCW-Titel sichern und ich war schon versucht, einen Lobesartikel auf den Kanadier zu schreiben. Doch zwei Tage später verlor Christian diesen Titel gleich wieder.
Was bitte hat WWE Inc. von einem Zwei-Tages-Champion?
Nun, wenn es hier um Backstagepolitik gegangen wäre, dass z.B. der amtierende Champ sich nicht für den vorgesehenen Champion hinlegen wollte und nun Christian als "Mittelsmann" den Titel weiterreichen sollte, wäre es ja nachvollziehbar gewesen, aber der Titel war nach Edges Rücktritt vakant.
Viel wurde geschrieben, dass der Titelgewinn als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit von Christian zu verstehen und ein großer Main-Event-Run nie geplant gewesen sei. Das hört sich auf den ersten Blick ganz logisch an, aber scheint doch arg kurzsichtig.
Christian mag nicht der klassische Main Eventer sein, vielleicht hat er auch nicht das Zeug zum Champion, aber er wirft etwas in Waagschale, was Randy Orton nicht mitbringen kann. Er spricht auch "alte" Wrestlingfans an. Als Christian im Team mit Edge in die damalige WWF kam, war Wrestling in seiner absoluten Hochphase. Die Ratings waren fast doppelt so hoch wie heute, der Kampf mit der WCW zwang Vince McMahon zu höchster Kreativität und Qualität. All jene Fans, die damals dabei waren, kennen Christian - und verfolgen dank The Rock und Steve Austin momentan WWE ein wenig. Diese Fans hätte man (weiter) binden können. Randy Orton hingegen kam erst groß auf, als WWE Inc. schon Monopolist war und viele Fans dem Business den Rücken zugekehrt hatten. Er kann die vielen ehemaligen Fans nicht binden, denn diese haben keine Bindung zu ihm. Diese hätte man schaffen können - durch eine vernünftige Fehde Orton vs. Christian, an deren Ende letzter die Fackel und die Fans an Orton weiterreicht.
Was auch immer die Gründe für Christians kurze Regentschaft sind, einen Gefallen hat sich WWE Inc. damit nicht getan.
Action Soap Opera?! What the F..?
Get the F out!
So lautete vor einigen Jahren eine Kampagne der damaligen World Wrestling Federation, die mit ihrer Abkürzung WWF den Naturschützern ein Dorn im Auge war und daher ihren Namen in World Wrestling Entertainment ändert. Und abgekürzt wurde der neue Name logischerweise WWE.
In diesen Tagen passieren nun sonderbare Dinge: WWE möchte nicht mehr mit "Wrestling" assoziiert werden und hat für seine Angestellten, Subunternehmen und Dienstleister eine Sprachregelung herausgegeben, nach der Worte wie "Wrestling", "Catchen" oder "Fight" tabu sind. "Wrestler" gibt es auch nicht mehr, es soll gefälligst "WWE Superstar" oder "Athlete" heißen. Man bietet statt Wrestling eine "Action Soap Opera" bzw. natürlich "Sports Entertainment".
Diesmal gab es keinen äußeren Druck zu dieser Veränderung, WWE Inc. hat sich freiwillig entschieden, "Wrestling" zu verbannen. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: die Aktionen im Ring sind weiterhin Wrestling, es heißt allerdings nicht mehr so. Das ganze geht soweit, dass Bret Harts Rede bei "Tough Enough", einer Art Castingshow, bei der Nachwuchs-WrestlerSuperstars gesucht werden, ausgepiept wurde, weil er "Wrestling" und "Wrestler" in den Mund nahm. Das hat schon absurde Züge.
Klar, eine Idee hinter diesem Zug ist, die Hemmschwelle für neue Fans zu verringern und im Gegenzug leichter Zugang zum medialen Mainstream zu finden. Jeder, der schon einmal erzählt hat, dass er "Wrestling" mag, kennt die seltsamen Blicken, die zwischen mitleidig und verachtend auf einem liegen. Wrestling hat in vielerlei Hinsicht einen schlechten Stand. Sicherlich wird man gerade in den USA sich Gedanken über die Jugendschutz-Ausrichtung und die politische Akzeptanz von Wrestling gemacht haben, um nun sich davon zu distanzieren. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder schlechte und schlimme Schlagzeilen rund ums Wrestling, denen man so vielleicht ausweichen kann.
Was soll das?
Ich will nicht mit Traditionen, Wurzeln und Ursprüngen gegen diese Entscheidung argumentieren. So wichtig die Vergangenheit auch ist, WWE Inc. ist ein modernes Unternehmen, das im Hier und Jetzt seine Aktionäre befriedigen muss. Und doch sehe ich viele Nachteile in diesem Schritt. Offensichtlich ist doch folgendes: WWE wird mit Wrestling assoziiert wie kein anderes Unternehmen. Noch ergibt eine Google-Suche nach "wrestling" wwe.com als erstes Resultat (wobei auf wwe.com zumindest im Quelltext noch genügend "wrestling" zu finden ist). In den Köpfen vieler Fans weltweit steht WWE Inc. nicht für Filme oder "Action Soap Opera", sondern für unterhaltsame Wrestlingshows. Diese Verbindung durch verbales Herumgeeiere zu gefährden, scheint mir nicht schlüssig.
Dazu kommen rein praktische Erwägungen. Die TV-Shows von WWE Inc. mag man durchaus als "Action Soap Opera" sehen, da der erzählende Anteil deutlich größer ist als die Ringzeit, aber was ist mit den House Shows?? Dort wird Wrestling pur angeboten - Match nach Match werden die Fans zwei bis drei Stunden unterhalten, von Seifenoper ist da nichts oder nur wenig zu spüren. Da entsteht ein Spagat, wenn man auf der einen Seite kein "Wrestling" mehr anbieten möchte, aber den gut zahlenden Fans in den Hallen genau das anbietet.
Chance?
Natürlich könnte sich für das Unternehmen WWE Inc. eine Chance bieten. Schafft man es, parallel zu den verbalen Umstellungen auch neue, mit dem bisherigen Angebot vernetzte Angebote wie Serien mit "WWE Superstars", Filme, Musik oder TV-Shows anzubieten, sprich, mit demselben Personal offensiv in anderen Unterhaltungsbereiche einzudringen, kann es vielleicht hilfreich sein, sich nicht auf eine Ecke, die nicht immer gern gesehen ist, festgelegt zu sein. Auf lange Sicht könnte man sogar über eine Verschiebung des Kerngeschäfts nachdenken. Mehr Standbeine sind für ein Aktienunternehmen sicherlich hilfreich, egal, wie ich diese Entscheidung als Wrestlingfan sehe.
Ob man irgendwann auch konsequenterweise "Wrestlemania" umbenennen wird?
Rückblick auf Dortmund
Am Freitag war ich in Dortmund, machte doch WWE Inc. mit dem SmackDown-Kader in der dortigen Westfallenhalle einen Zwischenstopp. Nachdem ich mit Magnus schon im November den Kölner Event der damaligen Europa-Tour gesehen haben, war ich nun gespannt, wie es diesmal werden würde.
Ich möchte hier nicht die Ergebnisse auflisten, diese kann man überall im Netzwerk des WeltWeiten Wahnsinns nachlesen. Vielmehr möchte ich ein paar Eindrücke loswerden.
Leere Ränge
Das Parkett, wo die Plätze regulär gut 100 Euro kosten sollten, war gut besetzt, aber die Ränge waren fast schon verwaist. In unserem Block (103) waren deutlich mehr Plätze frei als besetzt, dasselbe Bild zeigte sich in den anderen Rängen. Die "Billig"-Plätze weiter oben waren schon wieder etwas besser gefüllt, aber der Gesamteindruck bleibt: das Interesse scheint nicht so riesig zu sein.
Die Gründe sind sicherlich vielfältig. Natürlich ist die Hochzeit des Wrestling vorbei. Die goldenen 90er wirken nicht mehr nach, das Monopol von WWE Inc. hat seine Spuren hinterlassen. Dazu kommt sicherlich der Fakt, dass dieselben Gesichter erst im November durch Deutschland tourten, so dass eine gewisse Übersättigung eintreten dürfte, die durch den nächsten Punkt verstärkt wird - die Preise. Die günstigsten Karten sollten ca. 40 Euro kosten, für vernünftige Sitzplätze musste man 70 Euro kalkulieren. Will man dann noch zwei Bier trinken und was knabbern, ist man pro Nase schnell 100 Euro los. Gerade das vielfach jugendliche Publikum muss bei solchen Preisen passen.
Solide Action
Man darf bei einer Houseshow natürlich kein Hochgeschwindigkeitswrestling erwarten, wie man es in den TV-Sendungen oder bei PPVs sieht. Dafür sind Houseshows auch nur bedingt da. Es geht um die Interaktion mit den Fans und um die Unterhaltung. Unter diesem Aspekt waren alle Matches wirklich gut und solide, es gab keinen Abfall bei der Matchqualität. Allerdings waren auch nur pro Match nur wenige besondere Momente, nicht selten war das Tempo sogar relativ gering. Das ist verständlich, schließlich möchte ich als Fan auch nicht, dass die Wrestler Superstars sich bei Houseshows verletzen. Daher: solide Action im Ring, die allerdings auch etwas höhepunktarm war.
Verpaßte Gelegenheiten
Fangen wir mit einer guten Nachricht an: WWE Inc. hat in Dortmund nicht dieselbe Show abgeliefert wie am Abend zuvor in München. Zwar war der Grundaufbau gleich, aber man hat ein paar andere Matches und Ausgänge abgeliefert. In der Vergangenheit war das nicht immer so, deshalb erwähne ich das positiv.
Leider fehlt dem jetzigen Tourkader ein wenig die Starpower. Vor ca. einem halben Jahr in Köln hatte man mit Bret Hart und John Cena zwei personelle Highlights anzubieten, die diesmal einfach fehlten. Edge hatte kurz vor der Tour seine aktive Karriere beenden müssen, was die Attraktivität einzuschränken drohte.
Doch Edge war da. Er kam unter großem Jubel raus und hielt eine Abschiedspromo - runtergerasselt, ohne Körpersprache und sichtlich routiniert. Klar: Edge ist kein Ric Flair, aber ich habe auch schon bessere Promos als die von Edge in Dortmund gesehen. Diese Promo hätte richtig viel Atmosphäre erzeugen können, sie hätte der Funken sein können, der ein Feuerwerk der Emotionen entzündet. Doch sie war lustlos, kurz und bedeutungslos.
Und dann fehlte Christian. Magnus hätte wahrscheinlich sein linkes Bein gegeben, wäre sein Favorit Christian der Main-Event-Gegner von Alberto del Rio gewesen, aber er war es nicht. Das ist in zweierlei Hinsicht unverständlich. Zum einen hätte man bei dem dünnen Kader nicht auf jemanden wie Christian verzichten dürfen. Zum anderen hat Christian in den TV-Shows den Main-Event-Part von Edge vorübergehend übernommen, so dass auch die Fans eine gewisse Erwartungshaltung entwickeln. Dass es doch geht, konnten unsere englischen Freunde in Newcastle sehen, wo Christian den Main Event bestritt.
Fazit
Vergleicht man die Shows in Dortmund und Köln miteinander, muss man bei der Showqualität ganz klar den Punktsieg an Köln geben. Sicherlich war die Show in Dortmund auch gut, aber der Novembertermin hatte doch mehr Highlights. Dank Magnus und seiner Tätigkeit als Übersetzer des WWE-Magazins hatten wir Pressekarten, die uns zu Plätzen führten, die wirklich klasse waren. Zwar hatten wir vor uns ein paar Super-Fans sitzen, die sich einen Spaß daraus machten, immer die Heels anzufeuern, aber davon haben wir uns den Abend nicht vermiesen lassen.
Unterm Strich bleibt ein gelungener und schöner Wrestlingabend, dem zur Perfektion die echten Highlights fehlten. Trotzdem immer wieder gern..
Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten
Fangen wir mit den schlechten Nachrichten an:
Scott Halls Schicksal erinnert mich gefährlich an den Film "The Wrestler". Die Szenen von der Indy-Show vor einigen Tagen sind auf jeden Fall erschreckend.
Die zweite Nachricht ist ebenso traurig. Edge hat die Stiefel an den Nagel gehangen. Seinen schweren Verletzungen musste der Rated R Superstar nun Tribut zollen. Nach seinem Wrestlemania-Erfolg unterzog sich Edge entsprechenden Untersuchungen, die ergaben, dass seine Schädigungen so schwer seien, dass dauerhafte Schäden und sogar der Tod als Risiko im Raum standen. Verständlicherweise hat Edge sich für die Beendigung seiner illustren Karriere entschieden. Das ist sehr schade, leitet aber zur guten Nachricht über.
Eigentlich sollte Edge die Europa-Tour des SmackDown!-Rosters headlinen, was ja nun wohl flach fällt. Trotzdem - und jetzt kommt die gute Nachricht - freue ich mich darauf, am Freitag in Dortmund wieder die WWE-Superstars live zu erleben. Dank dem treuen Leser Magnus, mit dem ich im vergangenen Herbst schon in Köln war, habe ich die Gelegenheit, die tolle Atmosphäre bei einer WWE-Show zu geniessen. Trotz des Wermutstropfen "Edge" wird das bestimmt klasse.
Wer mag, wird bei Twitter oder Facebook sicherlich einige Eindrücke von der Houseshow in Dortmund finden können.
Finally..
..habe ich die Wrestlemania-27-Tipps ausgewertet.
Hier die Ergebnisse meiner Wenigkeit und meiner Kommentatoren.
| Match | Marcus | Magnus | Phil |
|---|---|---|---|
| 8-Man-Tag-Team | ![]() |
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| Sheamus vs. Bryan | ![]() |
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| Edge vs. Alberto del Rio | ![]() |
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| Mysterio vs. Rhodes | ![]() |
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| Lawler vs. Cole | ![]() |
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| Orton vs. Punk | ![]() |
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| Triple H vs. Undertaker | ![]() |
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| Mixed-6-Match | ![]() |
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| Cena vs. Miz | ![]() |
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Ich habe jeweils das finale Ergebnis genommen, d.h. Lawler hat verloren und The Miz hat das Duell gegen Cena gewonnen.
Unabhängig davon konnte ich mich als bester Tipper beweisen. 5 aus 9 für mich, während Magnus und Phil sich brüderlich den zweiten Rang mit 3 aus 9 teilen.
UPDATE: Das kommt davon, wenn man zwischen Tür und Angel ein Tippspiel auswertet. Natürlich hat Phil Recht, dass Cody Rhodes sein Match gewonnen hat. Dadurch haben Phil und ich 4 aus 9 erreicht, während Magnus lediglich zwei Punkte erlangen konnte.
Wrestlemania 27
Der wichtigste PPV der Wrestlingszene steht vor der Tür. Wie immer möchte ich meine Einschätzungen und Tipps zu den Matches hier kundtun. Natürlich ist jeder dazu eingeladen, in den Kommentaren seine Weisheiten zum Besten zu geben.
Kane, Vladimir Kozlov, Big Show & Santino Morella vs. The Corre
Dieses kurzfristig eingefügte Match hat was von "Resterampe". In den letzten Jahren gab es dafür das Money-in-the-bank-Match, nun wird ein Multi-Men-Team-Match angesetzt. Sicherlich wird dies die Gelegenheit zum Spotfestival, so dass das Match bei aller Unwichtigkeit unterhaltsam werden dürfte.
Mein Tipp: The Corre
Sheamus vs. Daniel Bryan
Sheamus hat eine unangenehme Phase hinter sich. Nach seinem Titelverlust schien es, als würde er in der Undercard verschwinden, doch nun scheint seine Karriere die Kurve zu kriegen. Daniel Bryan hat sich etabliert, seine Fähigkeiten bereichern WWE Inc. Das Match könnte ganz interessant werden, wobei ich glaube, dass man Sheamus nicht sofort wieder ausbremst. Daher..
Mein Tipp: Sheamus
Dolph Ziggler & LayCool vs. John Morrison, Snooki & Trish Stratus
WWE Inc. weiß, wie wenig sie im Diven-Bereich hat, daher werden Ziggler und Morrison in das Match gesteckt. Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass dies auch Snooki und Trish Stratus absichern sollen, die auf Grund ihrer mangelnden Erfahrungen bzw. eventuellen Ringrosts vielleicht kein komplettes Match abliefern können. Ich hoffe, dass Morrison und Ziggler das Match erträglich machen, wobei ich es relativ uninteressant finde. Trotzdem..
Mein Tipp: John Morrison, Snooki & Trish Stratus
Rey Mysterio vs. Cody Rhodes
Cody Rhodes hat im Vorfeld häufiger gesagt, dass er hofft, einen Showstealer abzuliefern. Klar: ein Showstealer bei Wrestlemania könnte seine Karriere beflügeln. Allerdings weiß ich nicht, ob sein Gegner für so einen Auftritt der richtige ist. Rey Mysterio hat lange Verletzungszeiten hinter sich, ist regelmäßig angeschlagen und die Gerüchte um seine Unzufriedenheit halten sich seit Monaten. Ob aus diesen Voraussetzungen ein klasse Match zustande kommen kann, wage ich zu bezweifeln. Trotzdem dürfte es unterhaltsam werden.
Mein Tipp: Rey Mysterio
Jerry Lawler vs. Michael Cole
Ich gönne Jerry Lawler seinen großen Moment. Auch wenn er jenseits der 60 ist, hat sich The King seinen großen Auftritt bei Wrestlemania verdient. Obwohl: Michael Cole als Non-Wrestler ist vielleicht nicht der "würdigste" Gegner und mit Jack Swagger neben dem Ring und vor allem mit Steve Austin als Special Referee wird Jerry Lawlers großer Moment überstrahlt. Das ist etwas schade, da gerade Steve Austin das Scheinwerferlicht auf sich ziehen wird. Ich weiß nicht, ob das irgendjemandem hilft. Trotzdem sollte der Ausgang klar sein.
Mein Tipp: Jerry Lawler
Randy Orton vs. CM Punk
Beide Wrestler waren schon Champion und haben dennoch die Zukunft vor sich. Und trotzdem bin ich irgendwie froh, dass diese Fehde hoffentlich bei Wrestlemania 27 ein Ende findet, denn so richtig hat die Geschichte um CM Punks Heelgruppe, die Woche für Woche durch Orton dezimiert wird, nicht gezündet. Und bei Wrestlemania kann eine Fehde nur so richtig enden, wenn die Guten gewinnen.
Mein Tipp: Randy Orton
The Undertaker vs. Triple H
Ohne große Vorwarnung wurde die Paarung ca. anderthalb Monate vor dem PPV aus dem Boden gestampft, als beide Wrestler ihre Rückkehr nach langer Verletzungspause feierten. Triple H hat seitdem nur wenig gewrestlet, zumeist in Multi-Tag-Team-Matches, während der Undertaker kein Match bestritten habe, wenn ich auf die Schnelle richtig recherchiert habe. Das läßt für die Matchqualität nicht viel hoffen, aber zu einem soliden Match sollte es reichen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendeinen Sinn ergibt, Triple H die Siegesserie des Undertakers beenden zu lassen. Klar, fürs Ego und für die eigenen Legende wäre es sicherlich eine feine Sache, aber da Triple H immer mehr hinter die Kulissen wechselt, weiß er hoffentlich, dass ein längerer Fehdenaufbau und ein jüngerer Bezwinger für WWE Inc. deutlich mehr Geld bedeuten dürften.
Mein Tipp: The Undertaker
The Miz vs. John Cena
The Rock - dieser Name schwebt über diesem Match. Ähnlich wie beim Lawler-Match ist dies etwas schade, denn Dwayne Johnson stiehlt den beiden eigentlichen Protagonisten das Rampenlicht, das sich besonders The Miz in den letzten Monaten hart erarbeitet hat. So interessant eine Fehde zwischen John Cena und The Rock ist, es wäre schade, wenn dieses Titelmatch von ihr bestimmt würde. Einzig: sollte tatsächlich The Rock hier eine Fehde mit John Cena beginnen, würde man wahrscheinlich den Titel daraus halten, so dass The Miz zwar weiter als schwacher, aber immerhin überhaupt als Champion dargestellt wird.
Mein Tipp: The Miz
Edge vs. Alberto del Rio
Konsequent hat man bei WWE Inc. Alberto del Rio gepusht, also wäre es sehr sinnvoll, ihm den Titel bei Wrestlemania zu geben. Dagegen spräche nach meinen Tipps, dass die beiden großen Titel in den Händen von Heels Wrestlemania verlassen werden, was ja nicht den allgemeinen Gepflogenheiten der vergangenen Jahren entspräche. Aber es gibt ja für alles ein erstes Mal.
Mein Tipp: Alberto del Rio
Fiasko
Was TNA in der Nacht zum Montag als Main Event eines PPVs den Menschen anbot, war ein schlechter Witz. In anderthalb Minuten von Ringglocke zu Ringglocke fertigte Sting seinen Herausforderer Jeff Hardy ab. Dabei war die erste Minute reines Posen von Hardy, so dass die einzige echte Wrestlingaktion der Finisher des Stingers war. In den gut achteinhalb Minuten Vorgeplänkel (Einzug der Wrestler, Auftritt Eric Bischoff) konnte man gut sehen, dass Jeff Hardy in keinster Weise in der Lage war, ein Wrestlingmatch abzuliefern. "Bullshit"-Rufe füllten die Halle, Sting konnte nur "I agree" rufen, als er die Halle verließ.
Man fragt sich nur, wie eine solche Situation entstehen konnte.
Sollte die unwahrscheinliche Hypothese stimmen, dass diese ganze Geschichte ein Work war, hat niemand bei TNA verstanden, wie man mit Publikumsreaktionen arbeitet. X-Pac-Heat heißt das Zauberwort, das mir in den Sinn kommt. X-Pac hatte das schlimme Problem, dass die Leute ihn nicht hassten, weil die Booker das wollte und seine Rolle das verlangte, sondern er wurde aus der Halle gebuht, weil die Leute ihn schlicht und simpel nicht sehen wollten, weil die Leute ihn nicht leiden konnten. Und genau diese X-Pac-Heat generiert TNA mit solchen Angles, sofern dies ein Work war. Die Leute bezahlen für ein Wrestlingmatch, nicht für eine insgesamt zehnminütige Farce.
Und sollte es kein Work gewesen sein, was ich und viele Beobachter mit mir für höchst wahrscheinlich halten, dann hat TNA kein gutes Bild abgegeben. Sollte Jeff Hardy nicht in der Lage gewesen sein, ein Match zu worken, hätte man den Main Event ändern müssen. Ob man einen Three-Way-Dance mit Hardy, Sting und einem dritten Wrestler macht oder einem anderen Mann die Chance gibt, hauptsache, die Zuschauer gehen nach einem vernünftigen Main Event glücklich heim. Aber diese Eskalation, dieses Fiasko zuzulassen, war die einzige Option, die man nicht wählen konnte. Auch wenn die Außenwirkung einer plötzlichen Main-Event-Änderung ebenso schlecht gewesen wäre, so hätte man doch durch ein gewisses Maß an Ehrlichkeit die Situation retten können.
Nun mägen TNA und dieser bizarre Main Event zwar durchaus ein heißes Internetthema sein, aber profitieren wird man davon nicht. Die Mehrheit der PPV-Käufer wird sich zukünftig sehr genau überlegen, noch einmal 30$ oder mehr für eine TNA-Show auszugeben.
Ein wenig fühlte ich mich an einen Wendepunkt der WCW-Historie erinnert: damals war der Upset ein Match zwischen dem Champion Kevin Nash und Hulk Hogan, welches letzterer nach einem Fingertipp gewinnen konnte. Von da an ging es bergab mit der WCW. Hoffen wir, dass Jeff Hardys Auftritt bei Victory Road 2011 nicht ein ebensolcher Wendepunkt war.
Sting ist zurück
Wow..
Nachdem ich zuletzt ja gehofft habe, Sting würde TNA erhalten bleiben, ist dies eingetroffen. Es kommt ja eher selten vor, dass meine Tipps und Vorhersagen eintreffen, aber in diesem Fall hat es doch mal geklappt. Super.
Die Rückkehr des Stingers hat TNA in einer Art Seitenhieb auf die geheimnisvollen Videos zur Undertaker-Rückkehr angekündigt. Man hat den Stil der WWE-Videos nachgemacht, selbst der finale Schriftzug ist bei WWE Inc. abgekupfert.
Auch wenn das irgendwie witzig ist, zeigt es in meinen Augen das Hauptproblem von TNA: man sucht immer den Vergleich zu WWE Inc. Schon die WCW hat sich über die Rivalität zum Branchengegner definiert, was letztlich dazu führte, dass man am Ende den Kürzeren zog, weil man keine Eigenständigkeit mehr hatte. Dieses Schicksal mag TNA noch nicht drohen, aber der WCW-Vergleich wird ja nicht erst seit gestern bemüht. Und solche Videos als Seitenhieb zur Primetime zu bringen, läßt die Zweifler sicherlich nicht verstummen.
Aber nun ist Sting zurück und man hat gleich den nächsten fragwürdigen Schachzug. Sting gewann bei seiner Rückkehr den Titel von Jeff Hardy. Damit ist "The ICON" Sting einer der ältesten World Champions aller Zeiten. 51 Jahre ist Steve Borden inzwischen und trotzdem noch bzw. wieder das Aushängeschild von TNA. Unstrittig hilft Sting TNA - die Ratings, aber auch die Zuschauerreaktionen sprechen ein klare Sprache.
Nun liegt es an TNA, die Popularität Stings zu nutzen und das Scheinwerferlicht mit seiner Hilfe auf die nächste Generation zu schwenken.

