Extreme Fehler

Sie lernen es nicht.

Bei TNA mußte man schmerzhaft erfahren, dass man mit Altstars wie Hulk Hogan und den Konzepten von Eric Bischoff nicht weiterkommt. Ein Grund für das Scheitern dieses groß aufgezogenen Experiments dürfte neben der starken Konkurrenz das Problem sein, dass dieses Konzept schon in der Vergangenheit gescheitert ist. Die WCW fiel letzten Endes auf die Nase mit dem Versuch, durch eine große Masse an gealterten Stars den Wrestlingmarkt zu erobern. Egal, wie erfolgreich dieses Vorgehen zwischenzeitlich war, unterm Strich scheiterte Eric Bischoff mit seinem Projekt sowohl Ende der 1990er Jahre als auch bei TNA 2010.

Und was lernt TNA daraus? Nichts.

Nachdem die Methoden der WCW die Organisation aus Florida nicht vorwärts gebracht hat, werden nun die Personen und Ideen der ECW ausgegraben. Eine ECW-Invasion ist momentan die große Storyline von TNA, aus dem PPV “Hard Justice” soll “Hardcore Justice” werden und angeblich bemüht man sich auch, Paul Heyman als Verantwortlichen für die Shows zu gewinnen.

Die ECW hatte ihre Glanzpunkte, das steht außer Frage. Doch die Hochzeiten sind nun auch schon über zehn Jahre her, entsprechend alt sind die Akteure von damals (Sandman, Raven, Mick Foley..), teilweise wurden diese von TNA aus dem Ruhestand reaktiviert. Das Altstarskonzept hat ja schon nicht funktioniert, aber um irgendwie die ECW zu repräsentieren, bedarf es halt dieser alten Haudegen.

Auch könnte man von WWE Inc. lernen. Deren Versuch, die ECW wiederzubeleben, funktionierte genau für eine Nacht – der 2005er PPV “One Night Stand” war eine gelungene Nostalgie-Show. Die weiteren Versuche scheiterten kläglich. Die wöchentliche ECW-Show war eine Schande für diesen ruhmreichen Namen und wurde letztlich als Nachwuchsshow genutzt. Aber diese negativen Erfahrungen des wichtigsten Wettbewerbers scheinen TNA nicht zu beeindrucken.

Grundsätzlich muss man auch mal festhalten: unterm Strich ist Paul Heyman mit seiner ECW gescheitert. Die Gründe sind eigentlich egal, Fakt ist aber, dass die ECW 2001 vom Markt verschwunden ist, was man als untrügliches Zeichen sehen sollte, dass dieses Konzept nicht mehr funktionierte. Offenbar gab es nicht genug Interesse am extremen Produkt, um den Fortbestand zu sichern. Das sollte man bedenken, wenn man zehn Jahre später diese Leiche wieder ausgräbt.

Und dann gibt es noch das unschöne Problem, dass TNA weder Namens- noch Bildrechte an der alten ECW hält. Das bedeutet, man muss mit eigenen Bildmaterial auskommen und ansonsten darauf hoffen, dass die Fans die Andeutungen und Referenzen verstehen. Das nimmt der ganzen Storyline schon einiges an Atmosphäre.

Wie auch immer man es wendet: TNA wiederholt erneut die Fehler der Vergangenheit, indem sie gescheiterte Ideen toter Promotions aufgreifen. Das ist im Angesicht des Potentials umso ärgerlicher.

Also werden sie es auf die harte extreme Tour lernen müssen, dass man die Vergangenheit besser ruhen läßt.

Veröffentlicht am 29. Juli 2010 um 13:34 von admin · Permalink · Kommentieren
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Back on the track

Ein wenig hat´s gedauert, aber so langsam ist das Wrestlingblog zurück.

Was war passiert?

Ich will nur kurz erwähnen, warum ich mir eine Denkpause gegönnt habe. Ins Detail will ich nicht so sehr gehen, aber das Problem war ein technisches. Bisher habe ich Drupal als CMS genutzt. Dieses ist zwar sehr mächtig und gut verbiegbar, aber offenbar für ein kleines Nebenprojekt zu groß. Immer up-to-date zu sein ist bei entsprechend vielen Modulen nicht einfach, während die Bösewichte dieser Welt es mir plötzlich schwer machten.

Zwar hatte ich ein Captcha-System installiert, das dem Kommentator eine Rechenaufgabe stellte, aber offenbar war das zu wenig. Kaum war man mal ein paar Tage nicht eingeloggt, gab es tausende von Spamkommentaren. Da blieb nur die Notbremse.

Die Gegenwart

Ab sofort ist WordPress das Mittel der Wahl. Als Plattform für dieses Blog dürfte dies die richtige Wahl sein. Die Migration war dank eines genialen Beitrags aus dem Internet auch überraschend leicht, aber einige Verluste gibt es. Die Umfragen haben es nicht ins neue System geschafft, in der Spamwelle sind leider einige “echte” Kommentaren zu einigen der letzten Artikel untergegangen, wobei es die älteren Kommentare geschafft haben. Ich bitte die fleißigen Kommentatoren, deren Worte nun im Datennirwana sind, um Entschuldigung.

Eine kleine Schwierigkeit gab es noch: die Domänen www.wrestlingblog.de und www.headlockblog.de sollen parallel dargestellt werden, dazu soll die WordPress-Installation mehrere Blogs beherbergen. Das ist etwas stärkerer Tobak, aber es scheint zu klappen dank einiger guter Artikel im Internet.

Gleichzeitig habe ich das Gewand verändert, aber ob dies der finale Status ist, sei mal dahingestellt.

Die Zukunft

Durch meine Bestrebungen, meine Aktivitäten technisch zu bündeln, hoffe ich, die Frequenz der Blogbeiträge etwas zu erhöhen. Ob ich das schaffe, wer weiß das schon?

Veröffentlicht am 28. Juli 2010 um 21:07 von admin · Permalink · 1 Kommentar
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Die goldenen 50er

Fit Finlay wird sich gerade wundern und ärgern. Seine aktive Karriere wurde vom WWE-Management beendet, da er mit 52 Jahren zu alt und damit unglaubwürdig für In-Ring-Action sei. Und nun das..

RAW brachte uns am Montag eine sensationelle Überraschung: Bret Hart wurde neuer US-Champion. Bret Hart ist wie Finlay 52 Jahre alt, im Gegensatz zum Iren aber leider gesundheitlich sehr angeschlagen. Dass er nach seinem Schlaganfall überhaupt noch einmal in den Ring gestiegen ist, war ein kleines Wunder. Und nun wird Bret Hart völlig unerwartet und etwas sinnlos Titelträger, auch wenn der WWE-US-Titel nahe an der Bedeutungslosigkeit vor sich hinvegetiert.

Aber Bret Hart ist nicht der einzige Wrestler der Generation 50+, der momentan auf der Sonnenseite des Lebens steht. Bei TNA halten Kevin Nash (50) und Scott Hall (51) aktuell die Tag-Team-Titel, Sting (51), Hulk Hogan (56) und Ric Flair (61) sind dort in Top-Storylines verwickelt. Die Erfahrung und die über die Jahre gewachsene Verbindung der “Alt”-Stars zu den Fans scheint ihnen gegenüber den jungen Talenten einige Vorzüge zu geben. Offenbar haben Wrestler, die schon in den goldenen 90ern im Geschäft waren auch 2010 Hochkonjunktur.

Außer Fit Finlay.

Veröffentlicht am 20. Mai 2010 um 13:10 von · Permalink · 1 Kommentar
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TNA gibt auf

Das war ein kurzes Intermezzo.

Gerade mal knappe zwei Monate hielt TNA den neuen Montagskrieg aus, nun geben Dixie Carter und Co. auf und senden ab der nächsten Woche Impact wieder am Donnerstag. Sicherlich wird auch Spike TV mit Besorgnis die Entwicklung der Rating beobachtet haben. Trotz der zusätzlichen Investition in einen ehemaligen WWE-Midcarder, den man gleich zum TNA-Champion machte, befinden sich die Quoten im Sturzflug, während die Impact-Wiederholungen am Donnerstag durchaus respektable Werte erzielen.

Zwei Gründe mag man als Grund für das Scheitern von TNA am Montag sehen. Da wäre zum einen die Tatsache, dass man durch Ric Flair, Hulk Hogan, Mick Foley, Jeff Jarrett, Sting, Scott Hall, Kevin Nash, Sean Waltman und einigen anderen doch sehr "retro" wirkt. Zwar mag der Zuschauer diese Altstars gerne wiedersehen, doch regelmäßige Shows um und mit diesen Altherren wirken irgendwie deplatziert. Und dann wäre da die Tatsache, dass man für den Start des Montagskriegs eine ganz ungüstige Zeit gewählt hat. Um Wrestlemania herum ist WWE traditionell stark, der einige Zeit nach Wrestlemania stattfinden Draft sorgt noch einmal für einen Interessensschub im WWE-Universum. Dagegen hat man es trotz oder gerade wegen der Altstarpower sehr schwer. Besser wäre es gewesen, im Juni oder Juli die Konfrontation am Montag zu suchen.

Hoffen wir nur, dass dieses Scheitern am Montag nicht TNA im Ganzen schadet.

Veröffentlicht am 4. Mai 2010 um 21:01 von · Permalink · Kommentieren
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Rücktritt

Ein lustiger Nachtrag gibt es zur katastrophalen Niederlage von TNA am Montag nach Wrestlemania. Wie viele andere schob TNA-Präsidentin Dixie Carter via Twitter die Niederlage auf die Rücktrittsfeierlichkeiten von Shawn Michaels.

Thank goodness he can only retire once…hopefully. Shawn, congrats on an amazing career!

Dixie Carter sollte es mit den Rücktritten vom Rücktritt wissen, schließlich beschäftigt sie mit Ric Flair und Mick Foley zwei echte Rücktrittsexperten.

Veröffentlicht am 10. April 2010 um 16:32 von · Permalink · Kommentieren
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Auswertung Wrestlemania-Tipps

Wrestlemania 26 ist vorüber. Bevor ich die Tipps auswerte, möchte ich noch zwei, drei Gedanken zur Show loswerden.

- Jack Swagger als MitB-Sieger hat mich komplett überrascht. Eigentlich hatte ich Swagger nach seiner ECW-Zeit schon abgeschrieben, aber wer weiß.. Dass er den Koffer gleich bei SmackDown einlösen würde und dies auch noch erfolgreich, hätte ich ebenso wenig erwartet. Aber ich mag es, wenn die WWE-Writer mich überraschen.

- Eine kleine Rache von Vince McMahon? Ich werde den Eindruck nicht los, als hätte Vince McMahon Bret Hart bei Wrestlemania noch einmal geschickt einen eingeschenkt. Äußerlich mag das ganze zwar anders ausgesehen haben, aber man hat in meinen Augen Bret Hart des ganz großen Moments beraubt. Ähnlich wie bei Chris Jericho im vergangenen Jahr hat man in diesem Match ein Szenario aufgebaut, wo der Heel plötzlich trotz aller Boshaftigkeit sympathisch wird, weil er in einer Unterzahlsituation ist. Und bei der Konstellation Hart/McMahon kommt hinzu, dass McMahon als Nicht-Wrestler ebenfalls einen kleinen Publikumsvorteil hat. Und plötzlich wird er nicht nur von einem rachsüchtigen Ex-Wrestler verkloppt, sondern auch von dessen halber Familie, die auch noch voll im Saft der Jugend stehen. Kein Wunder, dass das Publikum kaum Reaktionen auf das Match zeigte. Meine Idee wäre es gewesen, wenn die Hart Foundation ihren Onkel angegriffen hätte, der dann nach einigen Minuten der Unterlegenheit das Match gewonnen hätte, um dann bei RAW seine Familie zu konfrontieren. So hätte man gleich ein Programm gehabt, um Hart noch weiter an WWE Inc. zu binden.

- Richtig positiv überrascht war ich von der Tatsache, dass WWE Inc. zum ersten Mal seit Bam Bam Bigelows Job für Lawrence Taylor bei Wrestlemania 11 ein Match zum Main Event auserwählte, das nicht um einen Titel ausgefochten wurde. Hätte man sich doch schon in den Vorjahren dazu durchringen können.

Kommen wir nun zur Auswertung der Tipps, wobei ich meine Tipps gegen die des Lesers Magnus stelle.

 
Match Marcus Magnus
Triple Threat Ted DiBiase Randy Orton
Tag-Team-Titel John Morrision & R-Truth ShowMiz
Money in the bank Drew McIntyre Christian
Hart vs. McMahon Bret Hart Bret Hart
Sheamus vs. Triple H Sheamus Triple H
Undertaker vs. Michaels Undertaker Undertaker
CM Punk vs. Rey Mysterio CM Punk CM Punk
Edge vs. Jericho Edge Edge
Cena vs. Batista John Cena Batista

Ein klarer 5:3-Sieg für Magnus. Gratulation,

Veröffentlicht am 2. April 2010 um 21:11 von · Permalink · Kommentieren
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Wrestlemania-26-Tipps

Meine Gedanken im Vorfeld zu Wrestlemania 26 und meine Prognosen für die Matches.

Randy Orton vs. Cody Rhodes vs. TedDiBiase

Es war ja absehbar, dass die Legacy irgendwann zerbrechen würde. Und auf welcher Bühne kann der finale Split am besten vollzogen werden als bei Wrestlemania. Egal wie das Match endet, endlich kann man die drei Figuren voneinander lösen und auf neue Wege schicken. Ich könnte mir vorstellen, dass Ted DiBiase auf Grund der Hall-of-Fame-Einführung seines Vaters, aber auch auf Grund seines Talents am meisten von einem Sieg profitieren könnte.

Mein Tipp: Ted DiBiase

Big Show & The Miz vs. John Morrison & R-Truth

Es geht in diesem Duell um die Tag-Team-Gürtel. Ich könnte mir vorstellen, dass die Booker mutig sind und Daniel Bryan einen Spot in diesem Match geben, in dem er seinem NXT-Mentor The Miz ablenkt / angreift, um so das Match zu entscheiden. Der Vorteil wäre, dass man eine Fehde weiter vorantreibt und mit Big Show einen potentiellen Main Eventer freibekommt.

Mein Tipp: John Morrision & R-Truth

Money in the Bank Ladder Match

Dieses Jahr hat WWE Inc. gleich für zehn Wrestler keine Verwendung und steckt sie ins Leitermatch. Interessant dürfte das Match im Hinblick auf die Tatsache werden, dass im Juli ein PPV ganz diesem Konzept gewidmet ist. Also darf man davon ausgehen, dass der Wrestlemania-MitB-Sieger seinen Titelkampf früh einlöst, gerüchteweise sogar am selben Abend. Andererseits muss man ganz langsam mal einen MitB-Sieger zur Niederlage führen, damit der Koffergewinn nicht berechenbare Folgen hat. Diese Überlegungen könnten auf Drew McIntryre als Sieger deuten, der am selben Abend gegen einen erschöpften John Cena auf Geheiß von Vince McMahon seinen Koffer einlöst. Und weil John Cena ja Superman und Godzilla in einer Person ist, überwindet er auch diesen hinterhältigen Plan. Damit wären alle Probleme der Writer gelöst.

Mein Tipp: Drew McIntyre

Bret Hart vs. Vince McMahon

Ich hoffe, diese beiden Herren werden ein schön durchgeskriptetes Match bekommen wie Hogan und der Warrior anno 1990. Dann dürfen wir uns auf interessante 10-12 Minuten freuen, an deren Ende eigentlich kein anderer Sieger als Bret Hart stehen darf. Auch wenn Hart offenbar über Wrestlemania hinaus an WWE Inc. gebunden ist, so sollte man diese Fehde, die in meinen Augen auch auf Grund der nur sporadischen Anwesenheit des Hitmans bei RAW nicht so richtig gezündet hat, beenden.

Mein Tipp: Bret Hart

Triple H vs. Sheamus

Wrestlerisch mag dieses Match nicht zu spannend sein, interessant ist es allemal, da es vielleicht ein wenig die Frage nach der Richtung der WWE beantwortet. Wird man weiter auf den Schwiegersohn des Chefs setzen oder wird man Sheamus und seiner Generation mehr Verantwortung und damit mehr Spotlight geben? Man liest ja, dass Shawn Michaels und Batista sehr konkret über ihren Rückzug nachdenken, der Undertaker ist auch nur noch Halbtagswrestler und selbst Triple H ist inzwischen in der Generation 40+. Da würde es durchaus Sinn machen, durch einen Sieg über Triple H Sheamus den Ball in die Hand zu drücken und ihn laufen zu lassen.

Mein Tipp: Sheamus

Undertaker vs. Shawn Michaels

Es macht absolut keinen Sinn, den Streak für Shawn Michaels zu opfern. Das habe ich letztes Jahr so gesehen und daran hat sich nichts geändert.

Mein Tipp: Undertaker

CM Punk vs. Rey Mysterio

Das Match könnte richtig gut werden, wobei ich es hier am schwersten finde, einen Sieger zu tippen. Ich wünschte mir CM Punk als Sieger, aber wir sind bei Wrestlemania, wo man die Fans lieber glücklich heimschickt. Trotzdem:

Mein Tipp: CM Punk

Batista vs. John Cena

Mein Zielszenario habe ich oben schon erwähnt. John Cena gewinnt nach einem harten Kampf, um dann noch gegen den MitB-Sieger den Titel zu verteidigen. Gefällt mir zwar auch nicht, paßt aber in die Superhero-Denke der WWE-Writer.

Mein Tipp: John Cena

Edge vs. Chris Jericho

Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Match der Main Event wird oder das Cena-Match. Wird es nicht der Main Event, würde ich Chris Jericho gewisse Chancen einräumen, Wrestlemania als Champion zu verlassen. Alelrdings sind diese Chance nicht zu groß, da Edge als Face bei Wrestlemania einfach favorisiert ist.

Mein Tipp: Edge

Und was ist DEIN Tipp?

Veröffentlicht am 23. März 2010 um 16:00 von · Permalink · Kommentieren
In: Allgemein

Monday, monday..

Am kommenden Montag wagt TNA den großen Schritt und wird wöchentlich gegen WWEs RAW senden. Ich muss zugeben, dass der Zeitpunkt (8. März) mich überrascht hat. Dass TNA diesen Schritt wagen würde, war mir ja klar, aber dass man dies so schnell durchzieht, scheint mir sehr risikofreudig.

So kurz vor Wrestlemania gegen WWE punkten zu wollen, wird nicht einfach. Fast schon traditionell hat WWE vor dem wichtigsten PPV des Jahres seine Hochphase, in der sich die Show auf den Aufbau des PPVs konzentriert. Die Quoten, aber auch die Qualität der Shows sprechen eine klare Sprache: in diesen Wochen ist WWE am stärksten. Und gegen dieses starke Produkt will TNA head-to-head gehen?

Ich hätte erwartet, dass TNA ein oder zwei Monate nach Wrestlemania das Duell sucht, wenn der Wrestlemania-Schwung abgeklungen ist und WWE wieder im lahmen Trott der letzten Jahre ist. Eine Schwächephase des "Gegners" hätte vielleicht einen einfacheren Einstieg in den permanenten Montagskrieg zur Folge.

Aber gut..

Schwer genug wird es TNA haben. Schon am 8. März will man mit einem Megaknaller wie einem Tag-Team-Match mit Hulk Hogan und Ric Flair die Zuschauer für sich gewinnen. Dass dieses Match eigentlich in einen PPV gehört, wenn man daraus Gewinne ziehen will, ist eigentlich klar. Schon zu WCW-Zeiten machte das Team um Bischoff ähnliche große Zugeständnisse für gute Quoten am Montag. Damals gab man z.B. das Match zwischen dem ungeschlagenen Goldberg und Hulk Hogan an einem beliebigen Montag (den man allerdings quotentechnisch gewinnen konnte) her, anstatt ein großes PPV-Match draus zu machen. Es scheint, TNA ist bereit, die Fehler der WCW für kurzfristige Erfolge zu wiederholen.

Am 4. Januar konnte man ja sehen, wie man bei TNA tickt. In einer großen Popcorn-Show wurden viele Debütanten und Rückkehrer gebracht, die teilweise danach nicht mehr zu sehen waren (Jeff Hardy, Sting). Sicherlich wird man am Montag wieder die ein oder andere Personalie zu bieten haben. Neben Jeff Hardy könnte ich mir Rob Van Dam als Überraschung für die Fans vorstellen. Am 4. Januar hat diese bunte Mischung eine gute Quote gebracht. Danach allerdings kamen Standard-Shows, die quotentechnisch langsam absanken und sich zwar in guten, aber nicht überragenden Regionen einpendelten.

Dummerweise wird es nicht möglich sein, jede Woche ein bunte Mischung mit frischer Starpower zu bieten. Vielmehr wird man ziemlich schnell dazu kommen müssen, "Standard-Shows" abzuliefern, denn man kann nicht alle PPV-Matches bei Impact zeigen und auch nicht jede Woche Stars debütieren lassen. Und wie gesagt: das alles vor dem Hintergrund, dass das WWE-Produkt momentan sehr stark ist.

Ich wünsche TNA alles erdenklich Gute, aber der Schritt in den regelmäßigen Montagskrieg kommt in meinen Augen zu früh.

Veröffentlicht am 3. März 2010 um 15:03 von · Permalink · Kommentieren
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All good things..

Alles Gute endet irgendwann. WWE Inc. hat in diesen Tagen das Ende zweier Institutionen verkündet: die ECW wird ebenso wie die Survivor Series bald der Vergangenheit angehören.

Im Fall der ECW ist das Ende nur konsequent. Schon die Wiedereinführung des Namens als dritten Brand war recht zweifelhaft, auch wenn man mit Paul Heyman als kreativen Kopf sicherlich die Chance hatte, sich als legitimer Nachfolger der Original-ECW zu etablieren. Das war aber ein Spaß, der nur von kurzer Dauer war. Zuletzt hatte das Produkt nicht mehr viel mit der alten ECW gemeinsam. Personell ist es ja verständlich, dass ein Jahrzehnt nach dem Ende der unabhängigen ECW keine bekannten Gesichter mehr aktiv dabei sind, macht aber auch eine Identifikation schwerer. Aber auch inhaltlich hat sich das Produkt gewandelt. Die ursprüngliche ECW war ein guter Mittler zwischen Indies und Mainstream und brachte "Hardcore" und innovative Geschichten zu den Fans. Inzwischen aber war die WWE-ECW ein Hort für Nachwuchswrestler und alte Haudegen, für die man sonst keine Verwendung hatte. Da erscheint es nur konsequent, den Namen ECW aufzugeben und den Nachwuchsgedanken in den Vordergrund zu rücken. Deshalb weine ich der WWE-Version der ECW keine Träne nach und bin gespannt auf das Nachwuchsprogramm, welches anstelle des alten Namens läuft.

Das zweite Opfer heißt "Survivor Series". Das trifft mich mehr, da ich diesen PPV und seinen ursprünglichen Gedanken der Elimation-Tag-Team-Matches sehr mag. Anfänglich war der PPV auch für die Schreiber ein guter Weg, Fehden zu kreuzen, um so Anschluß- und Nebenfehden zu generieren. Mit der steigenden Zahl der PPVs war dies nicht mehr notwendig, was sich auch darin äußerte, dass die klassischen Survivor-Series-Matches immer weniger wurden. Daher ist es schade, aber leider auch konsequent, dass die Survivor Series am Ende ist.

Wie sieht es bei euch aus? Trauert ihr um die ECW oder die Survivor Series?

Veröffentlicht am 20. Februar 2010 um 13:34 von · Permalink · Kommentieren
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Rated R Royal Rumble

Der Royal Rumble ist vorbei und hat mit Edge einen überraschenden Sieger gefunden.

Positiv daran ist, dass WWE Inc. mit diesem Ergebnis die Zuschauer und auch die Smart Marks wirklich überraschen konnte. Nach den ganzen Andeutungen, die in Richtung Shawn Michaels oder Triple H (auf den ich gesetzt hätten) gingen, war der Rated R Superstar eine gute Abwechslung. Edge hat es sich im Laufe seiner Karriere auch durchaus verdient. Er ist inzwischen ein echter Main Eventer, der innerhalb und außerhalb des Rings sehr zu unterhalten weiß.

Was mir nicht gefallen hat, ist die Tatsache, dass es das Szenario des plötzlich zurückkehrenden Wrestlers beim Rumble inklusive Sieg erst 2008 mit John Cena gab. So besonders kreativ war diese Idee nicht, zumal sie ein wenig das besondere an dieser Konstellation untergräbt.

Was die Zeit zeigen muss, ist die Frage nach der Verletzungsanfälligkeit von Edge. Ein Rumble-Gewinn zieht ja häufig nicht nur eine besondere Rolle bei der darauffolgenden Wrestlemania nach sich, sondern bedeutet idealerweise auch mehrere Monate und PPVs im Main Event. Leider hatte Edge in der Vergangenheit schon viele Ausfallzeiten wegen kleinerer und größerer Verletzungen, so dass ich sehr gespannt bin, ob Edge in der Lage ist, den Rumble-Sieg voll auszunutzen.

Soweit meine Sicht auf den Sieger des Royal Rumble. Wie steht ihr zu diesem überraschenden Ergebnis?

Veröffentlicht am 3. Februar 2010 um 14:08 von · Permalink · Kommentieren
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