Wrestlingblog Subjektives und Spekulatives

18Mai/120

Dreierlei Kommentare

Drei aktuelle Entwicklungen im amerikanischen Pro-Wrestling möchte ich kurz und knapp kommentieren.

Personalie: Brock Lesnar

Ich verstehe sehr gut, dass WWE Brock Lesnar verpflichtet. Lesnar ist durch sein UFC-Engagement bekannt, seine vorherige Wrestlingkarriere zeigte, dass er im Ring einiges zu bieten hat. Vom grundsätzlichen Standpunkt kann man diese Personalie gut verstehen.

Was ich nicht verstehe, ist die vertragliche Situation um Brock Lesnar. Er hat einen Teilzeit-Vertrag für ein Jahr unterschrieben, der ihm zusichert, nur wenige Auftritte absolvieren zu müssen. Diese Art der Vertragsgestaltung habe ich noch nie gemocht. Wer etwas professionell macht, sollte es auch wirklich richtig machen. Teilzeit-Wrestling widerspricht sich meiner Meinung nach selbst. Dass die vereinbarten Auftritte offenbar nicht einmal reichen, Brock Lesnar jede Woche in einer Show einzusetzen, ist nur das Pünktchen auf dem i.

Personalie: Brooke Hogan

Brooke Hogan hat bei TNA unterschrieben und soll als "Chefin" der Knockout-Division auftreten. Ich habe keine Ahnung, was Brooke Hogan für diese Position qualifiziert. Sie ist Sängerin IT-Girl und keine Wrestlerin. Der Verdacht liegt nahe, dass ihr Vater seine Finger bei dieser Personalie im Spiel hat. So richtig weiß ich auch nicht, warum TNA ausgerechnet in der Division, in der TNA dem Wettbewerb deutlich überlegen hat, einen Promi als Zusatz braucht, aber warten wir mal gespannt ab, wie sich Brooke Hogan schlägt.

Entscheidung: Impact goes live!

TNA wird ab Ende Mai live übertragen. Das ist eine gute Nachricht, ist es doch der konsequente Schritt, dem Zuschauer ein besseres Erlebnis zu bieten. Im Gegensatz zu den vorherigen Fehlversuchen geht man nicht gleich head-to-head mit RAW, das bald dreistündig laufen soll, sondern kämpft unangefochten an seinem Stammplatz mit den Tücken einer Liveshow. Ich bin sehr gespannt, ob es Impact es schafft, die zuletzt schwindenden Ratings umzukehren. Schön ist, dass im US-TV sich einiges im Bereich Wrestling bewegt.

14Apr/120

Ergebnisse des Wrestlemania-Tippspiels

Ergebnisse des Wrestlemania-Tippspiels:

Auswertung Wrestlemania 28
Match Marcus Magnus Phil
Damen-Team-Match Falsch richtig richtig
Orton vs. Kane Falsch richtig Falsch
Rhodes vs. Big Show richtig Falsch Falsch
Bryan vs. Sheamus Falsch richtig Falsch
Punk vs. Jericho Falsch Falsch Falsch
Team Teddy vs. Team Johnny richtig richtig richtig
Triple H vs. Undertaker richtig richtig richtig
Cena vs. Rock Falsch richtig Falsch

Herzlichen Glückwünsch an Magnus, der mit einem ganz souveränen Sieg sein Fachwissen unter Beweis gestellt hat.

25Mrz/122

Wrestlemania-Tipps

Meine jährlichen Tipps zur bevorstehenden Wrestlemania 28.

Kelly Kelly & Maria vs. Beth Phoenix & Eve

*schulterzuck*

Siegerinnen: Beth Phoenix & Eve

Randy Orton vs. Kane

Eine klassische Midcard-Fehde der beiden Männer findet ihren Höhepunkt bei Wrestlemania. Ich würde keinen Klassiker erwarten, zumal die zugebilligte Matchzeit nicht allzu hoch sein wird. Für Randy Orton kann man hoffen, dass er nach dieser Fehde wieder einen Schritt in Richtung Titelrennen macht.

Sieger: Randy Orton

Cody Rhodes (c) vs. Big Show (Intercontinental Championship)

Ob man die Herleitung dieses Matches mag oder nicht, irgendwie muss man zum einen den IC-Titel auf der Card haben, zum anderen braucht man solche besseren Lückenfüller. Was den Ausgang angeht, fürchte ich, dass die Chancen 50:50 stehen, dass man die Gelegenheit nutzt, Cody Rhodes weiter over zu bringen. Die Gefahr ist durchaus vorhanden, dass man hier Big Show als Sieger aus der Halle gehen lässt, im schlimmsten Fall sogar in einem eher komikhaften Match (wenn man die Komik nicht nur in das 12-Mann-Match stecken will).

Sieger: Big Show

Daniel Bryan (c) vs. Sheamus (World Heavyweight Championship)

Eine interessante Paarung sind die beiden Männer allemal. Der Royal-Rumble-Sieger ist ein nicht nur äußerlich sehr auffälliger Typ, dem meiner Meinung nach die Zukunft gehören könnte. Und Daniel Bryan ist im Ring sicherlich einer der besten Wrestler, die WWE Inc. momentan unter Vertrag hat. Von daher wären die Voraussetzung gut für ein super Match. Ich habe nur Zweifel, dass im Angesicht des Rests der Card beiden ausreichend Zeit gegeben wird, ihre Talente umfassend zu präsentieren. Ich gehe von ca. zehn Minuten aus, die für ein gutes Match reichen werden, die aber den Eindruck des unvollendeten Ende haben werde. Vielleicht ist dieses Match ja auch die Gelegenheit für einen RunIn, um neue Fehden vorzubereiten.

Mein Tipp ist, dass Daniel Bryan seinen Titel verteidigt. Entweder durch einen Eingriff von außen, der z.B. Sheamus in eine andere Fehde überführt und damit z.B. Platz für Randy Orton als Herausforderer geschaffen wird. Oder durch irgendeinen unfairen Trick, der zur Fortsetzung der Fehde führt.

Sieger: Daniel Bryan

CM Punk (c) vs. Chris Jericho (WWE Championship)

Beide Wrestlern sind sicherlich in der Lage, den Showstealer des Abend zu liefern, einzig: sie werden ihre Fähigkeiten nur andeuten dürfen. Egal, welche Fehler man bei der Rückkehr von Chris Jericho gemacht hat, er und CM Punk sind talentiert genug, ein klasse Match abzuliefern. Das braucht man am Sonntag aber eigentlich nicht, die Card ist gut gefüllt. Im Grund führe man am besten, gäbe man beiden beim nächsten oder übernächsten PPV den Main Event mit der Option auf 30 oder 40 Minuten Matchzeit. Ein Klassiker wäre vorprogrammiert. Bei Wrestlemania 28 sind beide nur Beiwerk zu den großen Matches, deshalb erscheint es mir sinnvoll, auf eine Verlängerung der Fehde hinzuarbeiten. Und das geht vielleicht am besten, wenn man den Titel an Chris Jericho weitergibt.

Sieger: Chris Jericho

Team Teddy Long vs. Team John Laurinatis

Die jährliche Resterampe bei Wrestlemania - diesmal in Form eines 12-Mann-Tag-Team-Matches, früher gab es Money-in-the-bank-Matches. Viele der Wrestler, für die man sonst keine Verwendung hat, finden sich hier wieder, was ja erst einmal nichts schlimmes ist. Den Fan erwartet ein kurzweiliges Spotfestival, ich gehe mal davon aus, dass wir mindestens 9, wenn nicht gar alle 12 Finishing Moves sehen werden.

Was den Ausgang des Matches angeht, so glaube ich, dass ein allmächtiger Johnny Ace seine Vorteile hätte, da ein Heel-Manager es einfacher hat, als äußere Bedrohung für die Face-Wrestler diese over zu bringen. Ein Face-GM läßt im Gegenteil die Figuren, die er unterstützt, schwach aussehen, so dass aus Booking-Sicht ein Heel-GM Johnny Ace seine Vorzüge hätte.

Sieger: Team John Laurinatis

Undertaker vs. Triple H

Im Grunde könnte ich hier jedes Jahr dasselbe schreiben. Es ergibt wenig Sinn, den Streak des Undertakers von Halbtagskräften beenden zu lassen. Interessant dürfte das Match hinsichtlich der Rolle von Shawn Michaels sein, denn die Konstellation macht ja durchaus Hoffnung auf eine Comeback-Fehde gegen den Undertaker oder Triple H. Aber bis jetzt gibt es keine Gerüchte in diese Richtung, aber wer weiß: vielleicht gibt es beim SummerSlam das Match Triple H vs. Shawn Michaels. Das wäre passend, da sich dann das erste Shawn-Michaels-Comeback zum zehnten Mal jähren würde.

Aber das soll für dieses Match zweitrangig sein, ich gehe davon aus, dass wir hier eine halbe Stunde sehr gut unterhalten werden, das Ende aber sehr vorhersehbar ist.

Sieger: The Undertaker

John Cena vs. The Rock

Ein Jahr Vorbereitung hatte WWE Inc. für den Main Event von Wrestlemania 28. Eine ganz schön lange Zeit, um die Spannung aufrecht zu halten, zumal The Rock ja nur sporadisch zur Verfügung stand, sogar äußerst selten live bei PPVs oder TV-Shows auftrat. Ob das alles so glücklich war, weiß ich wirklich nicht.

Nun aber treten die beiden gegeneinander an. Wahrscheinlich dürfen wir keinen Leckerbissen erwarten, aber spannend wird es sicherlich gemacht. Vielleicht wird man auch ein wenig mehr Booking betreiben und durch Run-Ins beiden Wrestlern etwas Last von den Schultern nehmen.

Am Ende ergibt es eigentlich nur Sinn, wenn John Cena siegreich nach Hause fährt. Er ist der aktive Wrestler, von dessen Popularität WWE Inc. jeden Tag profitieren kann. Ihn durch eine Niederlage zu schwächen, ergibt keinen Sinn.

Sieger: John Cena

Feuer frei.

5Mrz/122

Wrestlemania-Gedanken

Nicht mehr lange, dann steht die diesjährige Wrestlemania ins Haus. Seit dem Vorjahr wissen wir schon, welcher Main Event uns erwartet - The Rock vs. John Cena.

Ich weiß nicht, ob das die weiseste aller Entscheidungen war. Nachdem nun klar war, dass der Undertaker und Triple H einen Rückkampf ihres Vorjahreskampfs bekommen werden, gibt es gleich zwei absolute Top-Kämpfe auf der Card. Dagegen werden ausgerechnet die Matches um die World Titles in den Hintergrund rücken. Daniel Bryan und CM Punk werden ihre Titel nur in der Midcard verteidigen dürfen, im schlimmsten Fall sogar in der Sandwichposition zwischen diesen beiden Monsterkämpfen.

Zwei Matches überstrahlen nun den Rest der Card - was prinzipiell ja nicht schlimm ist, doch sind die Beteiligten aber irgendwie die falschen Personen. The Rock, Triple H und der Undertaker sind bestenfalls noch Teilzeitwrestler und ebenso wie der Vierte im Bunde, John Cena, absolut over bei den Fans. Leider bleiben die vier Männer unter sich. Ein besseres Booking hätte mindestens einen aufstrebenden Superstar darunter gemischt, um etwas Glanz auf diesen abfärben zu lassen. So aber werden wir zwar eine tolle Wrestlemania erleben, die ihren Fokus auf Superstars legt, deren Karrierehöhepunkt schon vorbei ist. Letzteres gilt auch für John Cena.

Die amtierenden Champions finden sich dabei im Nirgendwo der Card wieder, was eigentlich schade ist. Man hat zwei relativ frische Gesichter als Champions, die es schwer haben werden, sich ins Rampenlicht zu arbeiten. Zu großartig dürfen Matches in der Midcard eigentlich nicht sein, damit das Publikum noch nicht ausgepowert ist, wenn die großen Stars kommen. Wahrscheinlich gibt es sogar eine Anweisung, dass niemand einen Showstealer produzieren darf, um bloß den Altstars nicht das Wasser abzugraben. Überhaupt darf man gespannt sein, wie viel Zeit dem Rest der Card eingeräumt wird. Ich schätze mal, dass die beiden Supermatches zusammen mindestens 90 Minuten Zeit in Anspruch nehmen werden (inkl. des Drumherum).

Und meine Lieblingsfrage ist: wird The Miz es schaffen, vom Main Event der Vorjahreswrestlemania in den Opener des diesjährigen PPVs "zu fallen"?

10Jan/122

Zurückrudern

Es wird nix mit "Mal wieder Wrestling live sehen..".

Der Veranstalter hat die TNA-Tour durch Deutschland im Angesicht eines schlechten Kartenvorverkaufs abgesagt. Offenbar hat meine einige Tage zuvor gekaufte Karte den allgemeinen Trend nicht stoppen können, so dass ich am 21. Januar abends wieder frei habe.

Ein wenig ärgerlich ist die Absage auf Grund der Tatsache, dass ich nun dem administrativen Ablauf zur Kartenrückgabe ausgesetzt bin.

Dass diese Absage Bände für die Beliebtheit von TNA oder für die Qualität des Produkts spricht, soll nur in diesem Nebensatz erwähnt werden.

7Jan/123

Mal wieder Wrestling live sehen..

Lange habe ich mit mir gehadert und gekämpft, am Ende hat die Vernunft gesiegt.

Meine Pläne, zur TNA-Tour nach London zu fahren, habe ich ebenso ad acta gelegt wie den Plan, nach Neu-Ulm zu fahren. An beiden Orten hätte ich Sting live sehen können, aber letztlich sind beide Termine am letzten Januarwochenende zeitlich und finanziell sehr aufwändig. Daher habe ich mich entschieden, den nächstgelegenen Veranstaltungsort zu wählen. Am 21. Januar fahre ich nach Essen, um dort TNA live zu sehen.

Meine Karte

Meine Karte

Zwei Wermutstropfen gibt es bei dieser Geschichte. Zum einen kann der Veranstalter nicht einmal die Namen der Beteiligten richtig schreiben, zum anderen gibt es nach der momentan Planung in Essen eben nicht Sting zu sehen. Aber ich gehe mal davon aus, dass es trotzdem ein unterhaltsamer Abend wird.

Einen kleinen Moment kam ich heute, kurz nachdem ich die Karte aus dem Briefkasten gefischt habe, noch ins Wanken, da TNA in London nicht nur einfach eine Houseshow durchziehen wird, sondern offenbar eine TV-Show aufnehmen will. Aber die Entscheidung ist gefallen.

Ich werde hier berichten, ob die Veranstaltung eine Reise wert war.

28Dez/110

Erfolg

Erfolg kann man messen. Genauer: man muss Erfolg messen können, sonst ist es kein Erfolg. Was erst einmal banal klingt, könnte für das amerikanische Wrestling zum Problem werden.

Seit Monaten, wenn man genauer hinschaut sogar seit Jahren, sinken die Ratings der wichtigsten Wrestlingorganisation der USA, Vince McMahons WWE. Inzwischen dümpelt man bei Ratings von 3.0 herum, teilweise hat man diese sogar schon unterschritten. Auf diesem Niveau war man zuletzt (wahrscheinlich, habe es nicht geprüft) Mitte der 90er Jahre. Die PPV-Verkäufe stagnieren nicht mehr, sie sinken real, zumindest, was die "normalen" PPVs angeht.

Dieses Ausbleiben von messbaren Erfolg ist umso ärgerlicher, als dass man WWE Inc. in den letzten Monaten nicht vorwerfen kann, immer wieder dieselben Gesichter auf der Mattscheibe ins rechte Licht zu rücken. CM Punk und Daniel Bryan sind aktuelle Champions, mit Dolph Ziggler, Zack Ryder und einigen anderen hat man die Zukunft des Wrestlings nicht nur im Roster, sondern auch schon in den höheren Regionen der Card. Und trotz frischer Gesichter und der großen Mühe, diese over zu bringen, bleibt der messbare Erfolg aus. Oder gerade deswegen?

Natürlich gibt es genügend Stimmen, die dem momentanen Aushängeschild und Champion CM Punk die Schuld für die Quotenmisere zuschreiben. Und es ist schwierig, dagegen zu argumentieren. Denn trotz durchaus innovativ zu nennenden Ideen zur Förderung von CM Punk bleiben die Erfolge in Form von Ratings und PPV-Käufen aus. Oberflächlich konnte CM Punk die in ihn gesetzten Hoffnungen und Erwartung nicht befriedigen. Aber schauen wir mal genauer hin..

CM Punks Charakter ist ein Gegenkonzept zur bisherigen Strategie. Richtete man über Jahre WWE Inc. mit John Cena als Reinkarnation von Hulk Hogan aus, wirkt CM Punk wie ein Relikt aus der Attitude-Ära. Eine kind- und familiengerechte Ausrichtung im Sinne der 80er - darin muss eine Figur wie CM Punk wie ein Fremdkörper wirken. Irgendwo habe ich in den vergangenen Tagen gelesen, dass bei CM Punk besonders Frauen und Kinder wegschalten. Ein Wunder, verkörpert er doch einen typischen Attitude-Charakter, der vor allem junge Männer ansprechen soll. Dies aber ausschließlich CM Punk anzulasten, ist zu einfach. Denn er hat sich nicht selbst die Chance und den Gürtel gegeben, sondern wurde an diese Stelle gepusht - gegen jede vorherige Ausrichtung.

Wenn man also momentan keinen Erfolg messen kann, liegt es nicht unbedingt an der Qualität des Produkts. Vielmehr ist es eine nicht geradlinige Strategie, die den Erfolg verhindert.

28Nov/110

Buntes Allerlei in Kurzform

Auf Grund vieler Ereignisse ist es hier leider etwas ruhiger geworden, ich hatte einige Ideen für Artikel, aber irgendwie nie die Ruhe oder Lust, diese auszuformulieren. Daher schreibe ich diese Ideen einfach mal unrein hintereinander weg..

Wellness Policy der WWE

Wie sinnvoll die "Wellness Policy" der WWE ist, sieht man an den aktuellen Beispielen. Offenbar ziehen sich Evan Bourne und R-Truth bei derselben Feier dieselbe Droge rein, aber während Evan Bourne zeitnah aus dem Verkehr gezogen wird, wartet man bei R-Truth den lang gehypten Main Event der Survivor Series ab. Dieses unterschiedliche Verhalten sorgt nicht nur bei den WWE-Workern für Unmut, es lässt auch Außenstehende mit fragenden Gesichtern zurück. Wenn letztlich doch die Fehden und die ganze Show wichtiger sind als die Drogentest und Konsequenzen nach Beliebigkeit gezogen werden, welchen Sinn hat dann das ganze Programm?

RAW-Ratings

Die Ratings des WWE-Flagschiffs können seit Monaten nur bedingt überzeugen. Neben der neuerdings entwickelten Schwäche der zweiten Stunde fällt vor allem auf, dass es tendenziell die Stars der Attitude-Ära sind, die Zuschauer vor den Fernseher locken. Segmente mit Triple H waren recht erfolgreich, The Rock sorgte sogar für einen merklichen Quotensprung. Ansonsten herrscht Tristesse, die neuen Superstars entwickeln (noch) nicht die gewünschte "drawing power". Auch der ganze Hype um CM Punk schlägt sich nicht in PPV-Verkäufen oder Fernsehzuschauern wieder. Sinkt das Flagschiff?

Mögliche Gegner des Undertakers bei Wrestlemania 28

Nachdem die Neuigkeiten rund um den Undertaker ja durchblicken lassen, dass dieser bis zur Wrestlemania fit wird, bleibt die Frage, wer den Streak verlängern darf. So richtig gute Ideen habe ich auch nicht. Kane, Big Show, Mark Henry - alles sichere Bänke, ohne den ganz großen Wrestlemania-Kick auszulösen, besonders, da am Ergebnis kein Zweifel besteht. Andererseits scheint momentan noch kein Wrestler der neuen Generation so weit zu sein, unbeschadet vom Undertaker besiegt zu werden. Und für das Beenden des Streaks scheint auch niemand bereit zu sein, die Ratings (s.o.) sprechen da Bände. Man kann nur spekulieren, dass WWE Inc. irgendein Ass im Ärmel hat, um für den Undertaker einen würdigen 20. Wrestlemania-Gegner zu haben.

Kaputte Wrestler

Tyson Tomko, Matt Hardy, Scott Hall..

Ich werde mir mal überlegen, ob ich im Angesicht zukünftiger Entwicklungen diese Seite so weiterführen kann oder ob es Sinn ergäbe, die Inhalte im anderen Blog, das weniger unter meinen anderen Verpflichtungen leidet, zu integrieren.

veröffentlicht unter: Kommentare keine Kommentare
19Okt/111

Roode Awakening

Am Sonntag fand mit Bound for Glory der vermeintlich wichtigste PPV von TNA statt. Lange hatte man auf diesen Abend hingearbeitet. Über Monate lief die Bound-for-Glory-Series, um einen Herausforderer für den World-Titlezu ermitteln. Die Idee war klasse: mehrere Teilnehmer kämpften bei allen Arten von Shows gegeneinander, um Punkte für den Tabellenstand zu erringen. Am Ende gab es sogar einen Finalkampf zwischen Bobby Roode und Bully Ray, den der Kanadier für sich entscheiden konnte. Besonders toll fand ich, dass durch die Bound-for-Glory-Series die Houseshows aufgewertet wurden. Es wurden nicht jeden Abend dieselben Kämpfe ausgetragen, sondern jede Nacht hatte ihre individuelle Note. Die Nachricht an die Besucher ist eine schöne: euer Abend ist wichtig, was hier passiert findet ihr im Internet und in den TV Sendungen wieder. So verleiht man dem einzelnen Abend und der gesamten Serie Bedeutung und schafft Kundenbindung.

Und dann macht man alles an einem Abend zunichte.

Eigentlich war jedem Beteiligten klar, wie der Abend laufen müsste. In einem spannenden und dramatischen Match hätte Bobby Roode gegen Kurt Angle gewinnen müssen. Nur so hätte man die Bedeutung und die Ernsthaftigkeit der Ereignisse der vergangenen Monate aufrechterhalten und unterstreichen können. Die Niederlage schadete nicht nur Bobby Roode, sondern vor allen Dingen der Glaubwürdigkeit von und dem Vertrauen in TNA. Booking ist eigentlich sehr einfach: man baut über einen gewissen Zeitraum eine Fehde auf, lässt sie bei einem PPV gipfeln und erfüllt am Ende die Erwartungen des Publikums.

Man liest in diesen Tagen viel, dass Hulk Hogan in die treibende Kraft hinter dieser Entscheidung gewesen sei. Das mag stimmen oder nicht, aber so oder so erinnert es fatal an die Fehler der WCW. Dort ließ man auch viele Chancen ungenutzt, neue Gesichter zu etablieren. Auffällig ist doch einmal mehr, dass die Hauptsegmente des Abends nicht von eigenen Gewächsen geprägt waren. In den letzten beiden Kämpfen des Abends waren mit Hogan, Sting und Kurt Angle drei Fremdeinkäufe im Ring. Davor hatten Jeff Hardy und Jeff Jarrett ein Interviewsegment - beide machten sich außerhalb von TNA einen Namen. Und am Ende verlor das Eigengewächs auch noch..

ACHTUNG: SPOILER-ALARM

Dem Ganzen wird aber noch die Krone aufgesetzt: Nicht nur, dass man an einem Abend monatelanger Vorarbeit zunichte macht, nein, bei den nächsten TV-Aufnahmen wurde aus dem Nichts James Storm neuer Champion. Ich habe nichts gegen überraschende Wendungen. Sie sind für gute Unterhaltung notwendig, aber es gibt Momente, in denen die Straßen keine Kurven mehr haben, sondern einfach gerade ausführen. Sonntag Nacht war ein solcher Moment, doch TNA hat ihn verpennt und ist weiter Kurven gefahren.

Das wird ein böses Erwachen geben.

14Okt/112

Tragisches Bild

ESPN wird am Mittwoch eine Dokumentation zu Scott Hall zeigen. Der Trailer läßt vermuten, dass wir das tragische Bild eines Mannes sehen werden, das uns fatal an "The Wrestler" erinnert.

Ich denke, dass diese Dokumentation für viele Scott-Hall-Fans eine spannende Geschichte erzählen könnte, die auch die Schattenseite des Wrestlings offenbart - auch wenn Eric Bischoff Scott Halls Probleme einfach in dessen Privatbereich abschiebt. Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt und werde versuchen, diese Dokumentation zu sehen.